6,9 Millionen Euro Defizit für 2012

Der Kliniken-Verwaltungsrat hat den Wirtschaftsplan für das Jahr 2012 verabschiedet. Dieser sieht im Jahresergebnis ein Defizit von 6,9 Millionen Euro vor.

Der Wirtschaftsplan 2012 des Klinikverbundes Ostallgäu-Kaufbeuren beziffert ein Defizit von 6,9 Millionen Euro. Das Zahlenwerk wurde vergangene Woche auf der Verwaltungsratssitzung verabschiedet. Für 2013 rechnet der Klinikverbund mit einer weiteren Verbesserung des Fehlbetrages. Dann könnte das Defizit auf rund vier Millionen Euro sinken.

Das Defizit für 2012 von rund 6,9 Millionen Euro entspricht den Erwartungen der Firma Kienbaum, die das erste Jahr der Sanierung „als das Schwierigste und mit noch hohen Defiziten belastete“ ansieht. „Gegenüber der aktuellen Hochrechnung für das Jahresergebnis 2011 stellt dies bereits eine geringfügige Verbesserung dar. Für die folgenden Jahre kommt es dann zu einer deutlichen Verbesserung der wirtschaftlichen Situation im Klinikverbund“ heißt es in einer Pressemitteilung des Klinikenverbunds. In der mehrere Stunden dauernden Sitzung wurde eine ganze Reihe von Themen behandelt. So ging es unter anderem auch um die Vorstellung möglicher Chefarzt-Kandidaten für die Gynäkologie und Geburtshilfe am Krankenhaus Füssen. Die endgültige Entscheidung, mit der ein tragfähiges Zukunftskonzept für die Neuausrichtung dieser Abteilung der Klinik Füssen verbunden ist, stehe zudem unmittelbar bevor. Ein weiterer wichtiger Aspekt war die Neuausschreibung der Chefarzt-Position für die Chirurgie am Krankenhaus St. Josef in Buchloe. Hier soll die enge Kooperation mit dem bereits gut etablierten Darmzentrum in Kaufbeuren weiter vertieft werden. Bereits im Vorgriff auf diese Besetzung wird von einem der Oberärzte des Klinikum Kaufbeuren die kommissarische Leitung übernommen und die Weiterentwicklung der Abteilung in Buchloe vorangetrieben. „Dieses vorbildliche Engagement zur Stärkung der Verbundstruktur des Unternehmens fand im Verwaltungsrat große Zustimmung“, heißt es in der Presseerklärung. Darüber hinaus legte die Firma Kienbaum einen aktuellen Statusbericht zu den Umstrukturierungen im Klinikverbund vor. In den Ausführungen machten die Kienbaum-Vertreter erneut deutlich, dass man zu Gunsten einer bürgernahen Versorgung auf weitergehende stringente Sanierungsschritte verzichtet habe, „die ein positives Ergebnis des operativen Betriebs in deutlich kürzerer Zeit ergeben hätten“. Der aktuelle Stand Die Umstrukturierungen laufen, nach Einschätzung von Kienbaum und den Vorständen planmäßig ab und sehen folgende aktuelle Schritte vor: • Ambulantes OP-Zentrum Marktoberdorf: Inbetriebnahme 1. Februar 2012 • Urologie: Der Belegarzt Dr. Friedl aus Marktoberdorf operiert ab 1. Januar 2012 in Kaufbeuren. • Herzkatheter Füssen: Die Bauarbeiten haben begonnen; voraussichtliche Inbetriebnahme Ende April 2012 • Endoprothethikzentrum Obergünzburg: Beginn 1. Januar 2012 • Standort Buchloe: Die Endoskopie unter Leitung von Chefarzt Dr. Peter Meyer hat eine hervorragende Beurteilung bei der Zertifizierung zum Kooperationspartner des Darmzentrums Kaufbeuren erhalten • Stationäres Wundzentrum: Die Chefärztin Dr. Knestele wird mit ihrem Team wie geplant am 1. Februar 2012 nach Kaufbeuren umziehen.

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