Zeugnisse als Aussichtspodest

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Von der Frank-Hirschvogel-Stiftung wurden die drei Jahrgangsbesten der Marien-Realschule Kaufbeuren geehrt: (v.li.) Simone Schmidt von der Frank-Hirschvogel-Stiftung, Christina und Stefanie Köpf, Theresa Hofmann, Schulleiterin Susanne Fedchenheuer, ehemaliger Schulleiter im Ruhestand Rudolf Wisbauer

Kaufbeuren – In einer feierlichen Veranstaltung vor Eltern und Freunden erhielten 156 Absolventinnen der Marien-Realschule Kaufbeuren kürzlich ihre Zeugnisse. In einem emotionalen Schlussakkord lagen sich die Mädchen noch einmal in den Armen und es flossen sogar Tränen.

Nach langen Wochen des Lernens vor und Bangens nach den Abschlussprüfungen, gab es nun endlich die Abschlusszeugnisse des Mittleren Bildungsabschlusses (Mittlere Reife) und mancher erlösende Jubelschrei bahnte sich Platz. Schwester Regina Winter, die Generaloberin des Crescentiaklosters, wünschte den Schülerinnen der Abschlussklassen Mut zum Glück bei den vor ihnen stehenden Aufgaben. Der ehemalige Schulleiter Rudolf Wisbauer war ebenfalls eingeladen und freute sich mit Stolz über eine erfolgreiche Bildungsarbeit: „2010 haben wir mit 157 Schülerinnen in den fünften Klassen angefangen und dieses Jahr haben 156 an den Prüfungen teilgenommen.“

Ingrid Hiemer von der Ehemaligenvereinigung „schockte“ die Absolventinnen mit der Botschaft: „Sie sind jetzt auch Ehemalige“ und empfahl den jungen Mädchen als Anti-Aging-Tipp für die nächsten Jahre die regelmäßigen Klassentreffen. Marlene Dopfer, selbst Mutter einer Absolventin, sprach für den Elternbeirat die erkennbaren Veränderungen an: „Kleine Mädchen sind groß geworden“. Im Namen des Elternbeirates erhielt jede Absolventin einen signierten Spiegel überreicht mit den Worten: „Möge das Lächeln, das euch aus dem Spiegel entgegenblickt, beflügeln“.

Die neue Schulleiterin Susanne Fedchenheuer veranschaulichte greifbar das Erreichte nach sechs Jahren Realschule. Am Beispiel eines mehr als einen Meter hohen Bücherstapels von 55 Schulbüchern der Klassen fünf bis zehn bestätigte sie: „Alles das, was hier in diesen Büchern drin steht, ist jetzt in Euren Köpfen“. An der Schule zurück bleiben werde ein Bild mit farbigen Handabdrücken der Absolventinnen und einen Ehrenplatz erhalten.

Dass man an der Marien-Realschule auch Kulturelles zu bieten hatte, zeigte sich in den musikalischen Zwischenspielen, vom Schülerinnenchor über Chiara Kaufmann (Klasse 10c) mit Gitarre und Gesang, sowie Christina und Stefanie Köpf (beide Klasse 10b) mit Querflöte, Gitarre und Gesang.

Als Jahrgangsbeste konnten dieses Jahr gleich drei Schülerinnen ausgezeichnet werden. Durch Simone Schmidt von der Frank Hirschvogelstiftung wurden für einem Notendurchschnitt von exakt 1,08 geehrt: Theresa Hofmann, Christina Köpf und Stefanie Köpf.

Nach einem besinnlichen Abschiedslied, gesungen von Lea Ahlvers aus der Klasse 10c, gab es kein Halten mehr. Zu den Takten des Liedes der Toten Hosen „An Tagen wie diesen, wünscht man sich Unendlichkeit“ stürmten die Absolventinnen das Podium, hüpften herum und umarmten sich. Manch eine merkte nun erst mit feuchten Augen, dass man sich ab dem nächsten Tage so nicht wieder sehen werde.

Vielleicht wird aber auch der Abschiedsschmerz nur kurz sein. Einige werden sich nach den Sommerferien auf der Fach­oberschule in Kaufbeuren sicherlich wieder treffen.

von Wolfgang Krusche

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