Feuerwehrnachwuchs aus dem Landkreis legt Wissenstest in Buchloe ab

"Wir können das auch!"

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Einen Wissenstest legten 144 Jugendfeuerwehrleute aus dem gesamten Ostallgäu bei der Feuerwehr Buchloe ab.

Buchloe/Ostallgäu – Zum 15. Male hatte die Kreisjugendfeuerwehr im Ostallgäu zum Kreisjugendfeuerwehrtag eingeladen.

Entsprechend waren zahlreiche Jugendliche aus dem gesamten Landkreis zum Feuerwehrstützpunkt nach Buchloe gekommen. Hier konnten sie den Wissenstest 2016 ablegen, der heuer unter dem Motto „Brennen und Löschen“ stand.

144 Jugendfeuerwehrleute im Alter von 13 bis 17 Jahren aus 17 Jungfeuerwehren des Ostallgäus waren angetreten. Kreisbrandrat Markus Barnsteiner hatte gerade begonnen, die Jugendlichen und die Gäste zu begrüßen, da schallte ein Feueralarm über den Platz vor der Fahrzeughalle. Die Türen zum Bereitschaftsraum flogen auf und im Sprint rannte eine Fahrzeugbesatzung zu ihrem Fahrzeug. Nein! Es war keine Übung sondern Ernstfall. Rasch machten die Jugendlichen Platz und einer tuschelte mit seinem Nachbarn „Hast Du gesehen, wie die gerannt sind?“

Nachdem sich die Aufregung gelegt hatte und neu Aufstellung genommen wurde, konnte Barnsteiner endlich alle begrüßen. Neben dem Wissenstest wollten sich auch zwei Mannschaften der Jugendfeuerwehr Kaltenthal den praktischen Prüfungen der Deutschen Jugendspange stellen.

Buchloes erster Bürgermeister Josef Schweinberger, selbst noch aktives Mitglied der Buchloer Feuerwehr, kam in Feuerwehruniform. „Wir haben 320.000 ehrenamtliche Feuerwehrleute in Bayern“ stellte Schweinberger fest. Er zog seine Uniformmütze vor den Jugendlichen und dankte ihnen, „…weil Ihr euch einsetzt und bei der Jugendfeuerwehr mitmacht.“

Landtagsabgeordnete und stellvertretende Landrätin Angelika Schorer (CSU) wandte sich in ihrem Grußwort an die jungen Feuerwehrmänner- und frauen und wünschte allen, „heil von den Einsätzen zurückzukommen“. Im Landkreis üben insgesamt 415 Jugendfeuerwehrleute in 41 Jungfeuerwehren und vier Kinderfeuerwehren regelmäßig gute Kameradschaft und lernen technisches Knowhow. „Zusätzlich zur Förderung vom zuständigen Freistaat Bayern werden aus dem Haushalt des Landkreises weitere 350.000 Euro freiwillig in die Arbeit der Feuerwehren investiert“, bekräftigte Schorer.

Auch Bundestagsabgeordneter Stephan Stracke (CSU) dankte den Jungfeuerwehrleuten als Teil des Sicherheitsnetzes in Bayern und wünschte bei dem Test viel Erfolg. Er prophezeite den Jugendlichen: „Der Feuerwehr im Ostallgäu wird es nicht bange, sie haben ja euch!“

Anschließend übernahmen Kreisjugendfeuerwart Klaus Grosch und seine Stellvertreterin Michaela Schlayer die wartenden Jugendfeuerwehrleute und begannen mit dem Wissenstest und den praktischen Übungen für die eingeteilten Gruppen.

Für die Zeit zwischen den Prüfungen hatte die Feuerwehr Buchloe einige Fahrzeuge aus ihrem Fuhrpark aufgebaut und auch die Wasserwacht zeigte ihre Ausrüstung. Eine kleine Mutprobe stellte dabei das Erklettern der Drehleiter dar, aber im Kreise der Gruppe wollte sich keiner eine Blöße geben und alle traten mutig an.

Matthias Schramm, stellvertretender Kommandant der Feuerwehr Unterthingau, bestätigte die wichtige Nachwuchssuche in seinem Bereich: „Manchmal ist es schwierig, Jugendliche für die Feuerwehr zu finden.“ Man hatte 2014 die Jugendfeuerwehr gegründet und stellte sich nun aber schon mit sechs Jugendlichen zwischen 13 und 14 Jahren dem Wissenstest. Die Frage nach Frauen und Mädchen bei der Feuerwehr beantwortete Franziska Wohlhüter, Jugendwartin der Feuerwehr Bronnen, mit einem charmanten Lächeln: „Wir wollen beweisen, dass wir als Frauen die Dinge genauso gut machen können, wie die Männer.“

Bei der Jugendfeuerwehr Buchloe waren heute ebenfalls von 22 Jugendlichen immerhin sechs Mädchen dabei. Auf die Frage, warum man als Mädchen zur Feuerwehr geht, kam selbstbewusst die Antwort: „Wir können das auch!“

Von Wolfgang G. Krusche

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