Mit Nadelstichen zum Erfolg: "ABIpunktur – 13 Jahre ge-PISAckt"

Marktoberdorf – „ABIpunktur – 13 Jahre ge-PISAckt“ war das Motto des diesjährigen Abiturjahrgangs. Und die „Opfer und Leidtragenden von 13 Jahren Bildungsbemühungen“ seien natürlich die 113 Abiturienten, die nun end-lich ihre Abiturzeugnisse bekommen sollten.

So formulierte es Willi Moo-ser, der Schulleiter des Marktoberdorfer Gymnasi-ums etwas überspitzt. Die vermeintlichen „Trauergäste“: Die Angehörigen der frischgebackenen Abiturien-ten. In deren Gesichter könne er aber „kaum Mitleid“, sondern „Freude, Stolz und Zufriedenheit“ über den Etappensieg ihrer Zöglinge erkennen. Fast 50 Prozent aus den ehemals sechs fünften Klassen seien am Ziel angelangt: Aus „unbedarften Kurzen“ wurden „mündige Schüler“, so Mooser. Bei der Zeugnisübergabe bekam jeder Absolvent eine Rose überreicht: Sie symbolisiert den „Lebensweg von der Knospe zur Blüte“, der gerade erst begonnen hat und ist „Ausdruck der Schöpfung, die es in ihrer Schönheit zu bewahren gilt“, so beschrieb es Mooser. Die Erleichterung über das bestandene Abitur war groß: Da war auch einmal eine stürmische Umarmung für ihn und Andreas Wachter, den Kollegstufenbetreuer, drin. Für ihre Unterstützung dankten die Abiturientinnen Felicitas Sander und Eileen Weissinger anschließend stellvertretend für alle Absolventen Schulleitung, Lehrern, Sekretariat, Hausmeister und Leitern der Leistungskurse. Das vom diesjährigen Jahrgang errichtete ABI-Denkmal zeigt die 113 Abiturienten in verschiedene Richtungen blickend: In gleicher Weise stelle sich nun bei den ehemaligen Schülern die Frage nach ihrem zukünftigen Weg, so Mooser. Dabei seien Lehrer, Eltern, ältere Geschwister, Freunde, Intuition und Talent die Wegweiser. Viel Neugier und Mut für ihren zukünftigen Weg wünschte die Elternvertreterin Genoveva Batzer-Ottinger den Absol-venten: „Durch euer Sein gestaltet ihr die Zukunft der Welt“, so Batzer-Ottinger. Wünsche für ihre Zukunft konnten die Abiturienten schon einmal an Ort und Stelle formulieren: Auf kleine Zettel geschrieben und an gasgefüllte, bunte Ballons gehängt, ließen sie sie anschließend vom Schul-Sportplatz aus in die Lüfte steigen. Während der Feier musizierten die Chöre und das Sinfonieorchester des Gymnasiums: Sie spielten Aus-züge aus dem diesjährigen Musical-Projekt der Schule „Kiss me, Kate“ von Cole Porters. Die Aufführungen starten am 23. Juli. In einer Gedenkminute wurde dem Mitschüler Michael Pfanzelt, der bei einem Lawinenunglück tödlich verunglückt war und der kürzlich verstorbenen Lehrerin Ursula Leicht gedacht.

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