Car-Sharing bald auch in Kaufbeuren

Eigenes Auto muss nicht sein

+
Der frühere „Traum von der Freiheit“ mit dem eigenen Wagen wurde in der heutigen Zeit bei vielen Menschen durch andere Wün- sche oder Lebenspläne abgelöst.

Kaufbeuren – In vielen großen Städten ist es bereits Gang und Gebe, nun soll der Trend zum "geteilten Auto" auch in Kaufbeuren Einzug halten. Ruth Weismann und Richard Jonas sind dabei, einen Car-Sharing-Verein zu gründen und laden alle Interessierten zur nächsten Veranstaltung.

Das Auto als Statussymbol hat ausgedient – zumindest bei Ruth Weismann und Richard Jonas. Sie möchten den ersten Kaufbeurer Car-Sharing-Verein gründen und damit der Umwelt, aber auch den Menschen zu einer besseren und schonenderen Mobilität verhelfen. Die ersten Versammlungen zur Vereinsgründung wurden schon abgehalten worden, jetzt gibt es eine Satzung und eine Nutzungsordnung des  Vereins.

„Wir rennen hier offene Türen ein“ beschreiben Weismann und Jonas ihre Erfahrungen dabei, Menschen für ihr Car-Sharing-Konzept zu gewinnen. Car-Sharing: Das bedeutet, dass eine Nutzergemeinschaft, meist ein Verein, eine Anzahl Autos besitzt und diese den Mitgliedern gegen eine genau berechnete Gebühr zur Verfügung stellt, die sich nach der Zeit der „Ausleihe“ und dem Benzinverbrauch richtet – meist zwischen 30 Cent und einem Euro pro Kilometer und Stunde. Zudem hinterlegt jedes Mitglied eine einmalige Einlage in Form von einigen hundert Euro. Die Stellplätze und Schlüssel-Verwahrstellen können flexibel gestaltet werden, es gibt sogar Kooperationen zwischen Städten. „Die Gesellschaft ändert sich. Es gibt viele Menschen, die sich kein eigenes Auto leisten möchten, aber trotzdem bei bestimmten Gelegenheiten eines nutzen würden, wenn die Möglichkeit besteht. Zudem sehen viele Menschen das Auto nicht mehr als Statussymbol an, es wird mehr und mehr als nach seinem Nutzwert betrachtet“. Auch gebe es bereits einige erfolgreiche Car-Sharing-Projekte  in anderen Städten, die Jonas und Weismann Mut machen. So lassen sie sich bei der Gründung des Vereins, der Herangehensweise und der Art der Satzung von Klaus Breindl vom Vaterstettener Auto-Teiler e. V. beraten. Breindl hat über 20 Jahre Erfahrung mit dem Car-Sharing. Und die ist wichtig, schließlich ist das Car-Sharing trotz des ausgefeilten Systems immernoch ein Stück weit Vertrauenssache. Deswegen legen Ruth Weismann und Richard Jonas viel Wert auf die Versammlungen, bei denen man die Interessierten kennenlernen kann. Die nächste Veranstaltung findet statt am 23. November um 19.30 Uhr im Generationenhaus, Baumgarten 32, und trägt den Titel „Car-Sharing – Mobilität für heute und morgen“. Auch Klaus Breindl wird dort berichten. „Alle interessierten Bürger sind ausdrücklich dazu eingeladen", so Weismann. von Michaela Frisch

Meistgelesene Artikel

Bau der Fußgängerzone: Zuschlag erteilt

Kaufbeuren – Der Kaufbeurer Stadtrat hat in seiner letzten Sitzung über die Vergabe der Bauarbeiten für die Kaufbeurer Fußgängerzone entschieden. Den …
Bau der Fußgängerzone: Zuschlag erteilt

Höhere Elternbeiträge für die Kitas

Buchloe – Die Stadt lässt sich ihre Kindergärten etwas kosten. Das bedeutet aber auch, dass Gebührenerhöhungen unumgänglich sind. Der Hauptausschuss …
Höhere Elternbeiträge für die Kitas

Pohl setzt auf Zusammenarbeit

Kaufbeuren – Der Landtagsabgeordnete der Freien Wähler und Kaufbeurer Stadtrat Bernhard Pohl hat sich für 2017 viel vorgenommen. Diesen Eindruck …
Pohl setzt auf Zusammenarbeit

Kommentare