Faschingsumzug Pforzen nimmt gesellschaftliche Themen aufs Korn

"Habe Grill – suche Kohle!"

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Teils beeindruckende Konstruktionen steuerten die Teilnehmer am Pforzener Umzug bei.

Pforzen – Traditionell begingen die Pforzener auch in diesem Jahr ihren Umzug mit der Fastnachtszunft "Burgenstadl". Bei strahlendem Wetter begeisterten die Themenwagen mit tollen Konstruktionen und Ideen.

Beim diesjährigen, mittlerweile 45. Umzug der Faschingszunft "Burgenstadl" waren es nicht ganz so viele Wagen und Fußgruppen wie im vergangenen Jahr. Das lag nicht zuletzt daran, dass der Fasching heuer sehr kurz war und viele Faschingsgesellschaften und Zünfte genau diesen Sonntag für ihre Umzüge nutzen mussten – viel „Konkurrenz“ also in den umliegenden Dörfern und Städten auch für den „Bur- genstadl“. Neben der Musikkapelle Pforzen begleiteten noch die Musikkapellen Ingenried und Rieden sowie die Landsknechtstrommler aus Kaufbeuren den Umzug musikalisch. Allein 15 Zugnummern von den gesamt 35 wurden von der örtlichen Fastnachtszunft Burgenstadl selbst oder Pforzener Bürgerinnen und Bürgern – jung wie alt – bestritten. Mit von der Partie waren auch SVO und Kindernest Germaringen, d’Holz- hauser, die Lecharia Klosterlechfeld, die Faschingsgesellschaft Mindelonia aus Mindelheim, Bar Beckstetten, der Jugend- und Brauchtumsverein Irsingen, sowie ein „Zoo“ aus Baisweil und die „Hütte“ Thalhofen. Dabei gab es für die Zuschauer allerlei lustiges und zum Nachdenken anregendes zu entdecken. Eine Lösung für das Geburtentief wurde geboten: Stromausfall im Haus – löst Babyboom aus („bei Langeweile der Tipp: ins Bett neikraxelt und gscheid gschnaxelt“)! Ein „alleinstehender Mann“ zog seinen Grill hinter sich her mit dem Schild: „Habe Grill, suche Frau mit Kohle“. Die Verkehrspolitik in Kaufbeuren wurde persifliert, indem Oberbürgermeister Bosse an einer Ampel den grünen Pfeil eigenhändig abmontierte. Die wichtigen gesellschaftlichen und politischen Themen der jüngsten Zeit durften nicht fehlen: so das Berliner Flughafen-Fiasko, der Organspende-Skandal oder der Maya-„Weltuntergangs“-Kalender. Angenehm bei den frostigen Temperaturen war die Tatsache, dass der Zug innerhalb einer Stunde komplett zu besichtigen war, aber ganz wichtig: Es lief alles reibungslos ab und Präsident Andreas Schafnitzel und sein Elferrat waren darüber höchst zufrieden! vonPhilipp Lades

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