Ein Naturerlebnispfad für die Familie

Eine Wippe auszutarieren ist gar nicht so einfach. Schon gar nicht, wenn diese so groß ist, dass gleichzeitig rund 20 Schüler stehend Platz auf ihr haben. Manchmal gelingt es und manchmal eben nicht. Schnell merken die Schüler der Klasse 2a der Beethoven-Schule, dass sie alle zusammenarbeiten müssen, um zum gewünschten Ziel zu kommen. Eben genauso wie beim Naturschutz. Was es zu schützen gilt und wie man es auch im Kleinen machen kann, davon berichtet der neu angelegte Naturerlebnispfad, der jüngst der Öffentlichkeit übergeben wurde. Dort befindet sich auch besagte Wippe, die für den empfindlichen Gleichklang der Natur steht.

Der Naturerlebnispfad schlängelt sich an der Wertach entlang und befindet sich zwischen Crescentiabrücke und dem Hirschzeller Kreisel. Errichtet wurde er von Kaufbeurer Schulen und der Bundeswehr. Auf insgesamt zwölf Stationen dreht sich alles rund um die Natur. So werden verschiedene Bäume, Tiere und biologische Zusammenhänge erklärt, alles unter dem Motto, die Natur hautnah zu erfahren und zu erleben. Im Blickpunkt dabei aber auch immer der Naturschutz. Die Idee zum Projekt stammt von Hauptmann Peter Posselt. Im Fliegerhorst Kaufbeuren stationiert, widmet er sich dort auch Umweltfragen. Aus seiner Sicht lohne sich ein Besuch des Naturerlebnispfades vor allem auch für die ganze Familie, „die hier zusammen Natur erleben kann“. Natürlich steht auch die Wissensvermittlung im Fokus: „Ganz nebenbei kann man hier viel lernen. Nichts gegen die Schulbücher, aber hier ist alles direkt in der Natur erlebbar. Man kann es anfassen, hören und auch riechen“, so Oberst Richard Drexl. Er hofft, dass die einzelnen Stationen, wie etwa das Spinnennetz, Baumtelefon, Kugelbahn und die Wippe sehr lange erhalten bleiben, damit möglichst viele diesen Naturerlebnispfad nutzen können. Gebrauch davon machten schon die Schüler der Klasse 2a der Beethoven-Schule, die sich in direkter Nachbarschaft zum Pfad befindet. „Es gibt doch für die Schüler nichts besseres, als die Natur auf diese Art und Weise zu entdecken“, erklärte Lehrerin Martina Lenz. Immerhin hätten ihre Schüler selbst herausgefunden, dass ein toter Baum gar nicht tot ist, sondern im Inneren zahlreichen Tiere beheimatet. So auch einen Tausendfüßler, den die Schüler kurz zuvor dort entdeckt hatten. KL

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