Ein Nest für die Kleinsten

Nur ein halbes Jahr Bauzeit nahm der Neubau der Kinderkrippe „Sonnenschein” an der Schwabenstrasse in Anspruch. Nach der offiziellen Einweihungsfeier verbunden mit einem „Tag der offenen Tür” am vergangenen Samstag haben die kleinen Nutzer zusammen mit ihren Betreu- erinnen diese Woche die Einrichtung bezogen.

Modern, ansprechend und funktionell lässt sich mit wenigen Worten die neue Betreuungseinrichtung für die jüngs-ten Bürger von Marktoberdorf beschreiben. Mädchen und Jungen unter drei Jahren, deren Eltern arbeiten müssen, werden in der Krippe von Leiterin Ines Schäffner und ihren Mitarbei- terinnen fachkundig betreut. Mit der Inbetriebnahme des Neubaus diese Woche stehen damit nun viele Möglichkeiten für eine altersgerechte Förderung offen. Die Bereitschaft der Katho- lischen Kirchenstiftung St. Martin, ein Stück ihres Grundbesitzes abzugeben, machte den Neubau auf der freien Fläche in seiner jetzigen Dimension als dreigruppige Einrichtung erst möglich. Bewusst entschieden sich die Planer dafür, nicht nur für den aktuellen Bedarf sondern vorausschauend für eine verstärkte Nachfrage zu bauen. Das Projekt wurde von allen Seiten mit Priorität behandelt und so sind seit den ersten Gesprächen im Stadtrat bis zur feierlichen Eröffnung nur zwei Jahre vergangen. Vom Spatenstich bis zum Einzug dauerte es sogar nur sechs Monate. Trotz des Zeitdrucks entstand eine Kinderkrippe mit Vorbildcharakter. „Wir wollten eine qualitativ hochwertige und pädagogisch durchdachte Bildungseinrichtung sowie zugleich ein Umfeld schaffen, in dem sich die Jüngs- ten im Kleinkindalter wohlfühlen können”, erläutert Bürgermeister Werner Himmer. So sind beispielsweise fast alle Wände, außen wie innen, abgerundet. Architekt Alexander Müller spricht von der Kinderkrippe von „seinem zweiten Kind” und erzählt, wie er seine Erfahrungen als junger Vater in die Planungen einfließen ließ und für die zukünftigen Nutzer ein „Ersatznest” plante. Etwa 1,45 Millionen Euro hat der Nestbau schließlich gekostet; rund 980000 Euro davon bekommt die Kommune als Zuschüsse. Stadtbaumeister Peter Münsch freut sich, dass bei diesem Vorhaben sowohl „pädagogische Ansprüche” als auch die „Nachhaltigkeit in energetischer Sicht im Passiv-hausstandard” realisiert wurde. Mit dieser „familienergänzenden Einrichtung werden wir der kindlichen Entwicklung gerecht”, ist sich Krippenleiterin Ines Schäffner sicher, die zusammen mit ihrem Team der Krippe „Sonnenschein” ihre Ideen miteinbrachte. Neben dem „wunderbaren Nest” freut sich Schäffner besonders über den erlebnisreichen Garten, in dem „jeder Aufenthalt für die Kinder ein Abenteuer wird”. Pfarrer Deininger und Stadtpfarrer Schilling segneten die neuen Räumen, bevor sich alle Interessierten bei einem „Tag der offenen Tür” die Einrichtung ansehen konnten. Der reguläre Betrieb ging am Montag dieser Woche los. Aktuell werden 48 Kinder bis zum Alter von drei Jahren betreut; bereits ab Januar 2010 wird die Zahl auf 55 Mädchen und Jungen steigen.

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