Marktoberdorf baut neue Krippen-Einrichtung – Bezug für Ende 2013 geplant

Grünes Licht für 60 neue Betreuungsplätze

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So soll die neue Kinderkrippe „Mitte“ an der Bahnhofstraße einmal aussehen. Zusammen mit der Krippe „Sonnenschein“ bietet Marktoberdorf dann 105 Krippenplätze.

Marktoberdorf – „Langwierige Verhandlungen“ gingen dem Bau der neuen Kinderkrippe in der Marktoberdorfer Bahnhofstraße laut Bürgermeister Werner Himmer voraus. Nun konnten die Arbeiten mit dem offiziellen Spatenstich endlich begonnen werden.

Die gute Laune, die allen Beteiligten beim Spatenstich für die neue Kinderkrippe „Mitte“ in der Bahnhofstraße deutlich anzumerken war, hatte sicher mit dem guten Wetter, noch mehr aber mit der Tatsache zu tun, dass nun „endlich“ mit dem Bau begonnen werden konnte. 

Bürgermeister Werner Himmer betonte, dass es „umfangreicher, langwieriger Verhandlungen bedurft“ habe, um das Bauprojekt auf den Weg zu bringen. Bereits die Standortfrage habe sich äußerst schwierig gestaltet. Durch die gute Zusammenarbeit mit dem TSV Marktoberdorf konnte laut Himmer jedoch schließlich erreicht werden, dass die Tennisabteilung einen Teil der Spielflächen für die Krippe zur Verfügung stellt. Das Stadtoberhaupt dankte dafür ausdrücklich den Verantwortlichen. Im Dezember 2012 konnte dann auch der Stadtrat „grünes Licht“ für eine schnelle Durchführung des Projekts geben. 

Doch die Stadt als Bauherr, aber auch die beteiligten Firmen stehen nun unter enormen Zeitdruck, da die staatlichen Zuschüsse aus den Sonderfonds nur fließen, wenn die Krippe bis zum Jahresende 2013 bezogen wird. Die für den Neubau Verantwortlichen äußerten sich dazu wie folgt: „Das wird ein Kurzstreckenlauf und kein Marathonlauf“. Das Bauprojekt Kinderkrippe ist mit insgesamt 3,25 Millionen Euro an Kosten veranschlagt, wobei rund 1,4 Millio- nen Euro als Fördermittel zufließen sollen. Besonders erwähnenswert fand die Architektin des Stadtbauamtes Marion Schmidt, dass der größte Teil der Gewerke an Firmen aus der Region vergeben wurde. 

Das Gebäude selbst wurde als barrierefreies Passivhaus ausgelegt, wobei die Klimatisierung durch ein Fernwärmenetz gesichert ist und die elektrische Versorgung durch das angrenzende Hallenschwimmbad unterstützt wird. Die Kinderkrippe ist für vier Kindergruppen mit jeweils 15 Kindern ausgelegt. So ergibt sich nach Fertigstellung in Marktoberdorf mit der bereits bestehenden Krippe „Sonnenschein“ ein Gesamtangebot von Betreuungsplätzen für unter Dreijährige von 105 Plätzen. 

Bürgermeister Himmer warf in diesem Zusammenhang einen Blick zurück und schilderte in kurzen Worten, dass noch vor zehn Jahren kaum Bedarf an Krippenplätzen bestanden habe. Zum Jahresende 2006 habe man dann erstmals in der Mittelschule Räume zur Verfügung gestellt, um sieben Kinder zu betreuen. Erst später wurde die Krippe „Sonnenschein“ gebaut. Deren Leiterin Ines Schäffner soll zukünftig auch die Leitung der Kinderkrippe „Mitte“ übernehmen. von Jürgen Bertl

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