In "neuem Licht"

Die Interessengemeinschaft „MITTEN in Marktoberdorf” lud vergangene Woche Interessierte zu einem abendlichen Stadtspaziergang mit dem Lichtplaner Martin Klingler ein. Erkundet wurden prägnante Punkte der Innenstadt im Hinblick auf die aktuelle Beleuchtungssituation, welche im Rahmen eines sogenannten „Lichtmasterplans” nach wirtschaftlichen und vor allem ästhetischen Gesichtspunkten verbessert werden soll.

Gestartet wurde um 18 Uhr am Büro von „MITTEN in Marktoberdorf” an der Salzstraße. Von dort ging es durch die Carl-Maria-Von-Weber-Straße zur Schützenstraße. Die dort beginnende Fußgängerzone müsse durch gezielte Beleuchtung entlang des Weges als solche besser kenntlich gemacht werden. Danach folgten das Emmi-Fendt-Haus, das momentan hauptsächlich vom gegenüberliegenden Optikerladen beleuchtet wird, die Kirche, die Georg-Fischer-Straße, wo laut Klingler die allgemeine Raumwirkung verbessert werden könnte, und der „alte Marktplatz“. Um zu verdeut- lichen, wie unterschiedlich ein Ort bei verschiedenen Beleuchtungen wirken kann, führte der Lichtplaner hier ein interessantes Experiment durch: er stellte einige Strahler auf und zeigte so, wie hell und freundlich der Platz plötzlich im Vergleich zur momentanen Beleuchtung wirkte. Danach folgte das Geschäft „Mode-Martin”, das durch seine Schaufensterbeleuchtung abends einen prägnanten Punkt in der Marktoberdorfer Innenstadt darstellt. Hier machte Klingler deutlich, wie wichtig es ist, sich mit den einzelnen Ladeninhabern individuell abzustimmen. Als weitere Stationen folgte das Marktoberdorfer Stadtmuseum, welches als öffentliches Gebäude neben dem „sehr gut und professionell beleuchteten 'Elektro-Minck'“ momentan noch nicht richtig zur Geltung kommt, der Gasthof „Hirsch” und das Einzelhandelsgeschäft „Atterer”, dessen aufwändige Fassadengestaltung mit Martin Klinglers Hilfe bald in neuem Glanz erstrahlen soll. Klingler verdeutlichte an obigen Beispielen gut verständlich, welche Schwächen das bisherige Beleuchtungskonzept in Marktoberdorf hat und wie die betroffenen Plätze mit teilweise sehr wenig Aufwand zu attraktiven, und übersichtlichen Orten umgestaltet werden Können. Klinglers Ziele: für das Stadtbild wichtige Gebäude stärker hervorheben, größere Unabhängigkeit von der „zufälligen” Beleuchtung durch Schaufenster und ein attraktives, einheitliches Stadtbild. Positiver Nebeneffekt: Durch die verbesserte Raumwahrnehmung erhöhe sich die Verkehrssicherheit enorm. Martin Klingler leitet sein eigenes Ingenieurbüro für Lichtplanung. Die Pläne für Marktoberdorf sollen nach Möglichkeit kurz- bis mittelfristig umgesetzt werden.

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