Franz Zwingmann übernimmt Funktion

Gute Zeiten am Arbeitsmarkt

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Franz Zwingmann (li.) ist neuer Leiter der Agentur für Arbeit in Kaufbeuren. Zusammen mit Peter Litzka stellte er sich der Öffentlichkeit vor.

Kaufbeuren – Die Agentur für Arbeit (AfA) mit ihrer Geschäftsstelle in Kaufbeuren hat einen neuen Leiter. Bereits zum 1. Dezember hat Franz Zwingmann die Funktion von seinem Vorgänger Alfred Falger übernommen. „Hier fühle ich mich wohl“, lautet das erste Resümee des neuen Geschäftsstellenleiters nach nur wenigen Tagen.

In einem Pressegespräch stellte er sich im Beisein von Peter Litzka, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Kempten-Memmingen, der Öffentlichkeit vor. Außerdem wurden die neuesten Arbeitsmarktzahlen für den Wirtschaftsraum Kaufbeuren bekannt gegeben.

Zwingmann bezeichnete sich in seiner Vorstellung als „klassischen Nebeneinsteiger“. Nach dem Studium der Forstwirtschaft in Weihenstephan und einem Abschluss als Diplom Kommunikationswirt sei er selbst 2008 im Rahmen eines Beratungsgespräches bei der AfA zu der Tätigkeit als Arbeitsvermittler gekommen. Nach Verwendungen als Arbeitsvermittler und Teamleiter in München hatte er 2014 die Leitung der Geschäftsstelle in Günzburg übernommen. Der jetzige Standort ist für den aus Schongau stammenden ein Glücksfall. „Das ist meine Region und ich habe ein tolles Team“, so der 39-Jährige.

Wirtschaftsraum Kaufbeuren

Für den Wirtschaftsraum Kaufbeuren stellt sich die Lage am Arbeitsmarkt im mehrjährigen Vergleich gut dar. Die Arbeitslosenquote sank in diesem Jahr seit Januar von 4,7 Prozent bis November auf 3,6 Prozent und liegt damit knapp unter dem Wert der Jahre 2013 und 2014, was Litzka mit einer guten Auftragslage und der Ansiedlung neuer Unternehmen erklärt. Allerdings fehle in bestimmten Ausbildungsberufen des Handwerks bei den Jugendlichen das Interesse. Das Angebot an Arbeitsplätzen (AP) ist ebenfalls steigend: von 374 AP (November 2013) über 463 AP (2014) auf 557 AP (November 2015). Dies gelte auch für die sozialversicherungspflichtig Beschäftigten: von 25.648 (2013) stieg sie über 26.471 (2014) auf 27.156 im März 2015.

Herausforderungen 

„Die Flüchtlinge beschäftigen uns sehr stark“, sagte der neue Leiter. Auch zugesagte neue Kräfte als Verstärkung müssten erst eingearbeitet werden. Zurzeit sei ein Mitarbeiter ausschließlich mit Asylbewerbern beschäftigt. „Aber unser Augenmerk liegt auch auf der Gleichbehandlung von Flüchtlingen und heimischen Anspruchsberechtigten“, betont Zwingmann. Es gebe definitiv keine Einsparungen oder Vorgaben bei der Betreuung oder Vermittlung von Jugendlichen und Langzeitarbeitslosen. Dies gelte auch für Qualifizierungsmaßnahmen.

Große Unterschiede

Große Unterschiede gibt es nach den Worten des Vorsitzenden aus Kempten bei der sprachlichen Situation der Flüchtlinge, die er als „Einstiegsproblematik“ bezeichnet. „In Kaufbeuren waren kurzfristige Mittel für zwei Sprachkurse mit jeweils 25 Teilnehmern aus Eritrea, Syrien, Irak und Iran mit Beginn im Zeitraum von Oktober bis Dezember geplant“, erläuterte Zwingmann. Mittlerweile seien es schon sechs Kurse mit jeweils 17 Teilnehmern, ein weiterer kann noch bis Jahresende hinzukommen. Die Kurse mit 320 Einheiten à 45 Minuten werden von etablierten Bildungsträgern durchgeführt.

von Wolfgang Becker

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