Ab 27. Oktober im Kino

Kinotipp: "Doctor Strange"

+
Wer will da noch mithalten? Doctor Strange ist Wandler zwischen den Welten.

1963 tauchte erstmals die Figur Dr. Stephen Strange im Marvel Universum auf. Der Meister der magischen Künste eröffnete unzählige Möglichkeiten und lieferte aufregende Action voller Rätsel und Geheimnisse. Dabei spielte nicht nur Kraft, sondern auch die Wissenschaft und Geist eine entscheidende Rolle.

Produzent Kevin Feige erklärte kürzlich, dass sich die Superhelden in zwei Lager aufspalten. Auf der einen Seite findet man von einige Superhelden, wie Iron Man oder Captain America, mit Wurzeln im normalen Leben , andere entspringen einer kosmischen Liga, wie „Guardians of the Galaxy“ und „Thor“. Mit dieser Figur sollen beide Welten verknüpft werden.

Schon bei den ersten Trailern war klar, Doctor Strange wird in einer ganz anderen „Dimension“ antreten, dagegen wirken bisherige Gegner wie Fallobst. Ob sich der Film lohnt und ob sich der Magier problemlos ins Marvel Universum einfügen kann, wird am 27. Oktober gelüftet. Dann startet der Blockbuster in den deutschen Kinos.

Inhalt

Das Leben des weltberühmten Neurochirurgen Dr. Stephen Strange (Benedict Cumberbatch) ändert sich unwiederbringlich, als er nach einem schweren Autounfall seine Hände nicht mehr benutzen kann. Da die klassische Medizin keinen Rat mehr hat, sucht er Heilung an einem ungewöhnlichen Ort – dem geheimnisvollen Kamar-Taj. Schnell merkt er, dass es sich dabei nicht nur um ein Heilungszentrum handelt, sondern von hier der Kampf gegen unsichtbare dunkle Mächte gefochten wird, die unsere Realität zerstören möchten. Ausgestattet mit neuerworbenen magischen Fähigkeiten, muss Dr. Strange sich entscheiden: Kehrt er in sein altes Leben als angesehener reicher Arzt zurück, oder macht er sich auf, die Welt zu retten?

Rezension

Das Marvel-Universum gewinnt an Größe, und das nicht nur im dreidimensionalen Sinn. Während sich innovative Produktionen wie „Inception“ mit verrückt dehnender Zeit und unmöglich krümmenden Räumen und Traumwelten beschäftigt, legt „Doctor Strange“ noch eine gute Schippe Ideenreichtum oben drauf. Da läuft die Zeit gerne mal in zwei Richtungen gleichzeitig, Gegner kämpfen auf der Astralebene und der wirklichen Welt gleichzeitig gegeneinander und magische Tore zu unzähligen Parallel-Universen rufen: „Platz da für neue Bösewichter!“ Alles verstanden? Eingefleischte Fans werden da nur lässig mit der Schulter zucken, das kennt man aus den Comics schon seit Ewigkeiten. Doch dank grandioser Special-Effekte, deren Möglichkeiten scheinbar keine Grenzen mehr kennen, darf man im Kino Staunen wie ein Kind. 

Die Einführung des neuen Marvel-Helden wird behutsam und spannend aufgebaut, der Charakter von Stephen Strange bekommt eine grundlegende Tiefe und spätere Wandlung, insgesamt punkten fast alle Charaktere mit dem typischem Marvel-Humor. Erst ab der zweiten Hälfte ist Schluss mit Lustig. Dann gerät die Welt völlig aus den Fugen, jeder Zauberer hat alle Hände voll zu tun. Und apropos, auf der anderen Seite toll besetzt: Magier-Fiesling Mads Mikkelsen (Hannibal) hypnotisiert mit würdevoller Mine jeden Gegner und Zuschauer. Trotz Innovation bleiben Bedenken. Nach dem Spiel ist vor dem Spiel. Was jetzt schön lau kracht, könnte im Hinblick auf kommende Avengers-Abenteuer für ein gehöriges Ungleichgewicht sorgen. Man darf auf die Kreativität der Marvel-Macher hoffen und ja, da gibt’s ja noch „Thanos“.

von Michael Denks


Zum Film:

Originaltitel: Doctor Strange

Land: USA

FSK: 12

Regisseur: Scott Derrickson

Darsteller: Benedict Cumberbatch, Tilda Swinton, Chiwetel Ejiofor,Mads Mikkelsen: Kaecilius, Rachel McAdams, Benedict Wong, u.a.

Meistgelesene Artikel

66 km/h zu schnell

Germaringen - Am Dienstag ist in der Zeit von 17 bis 22.30 Uhr auf der B 12 Höhe Germaringen in Fahrtrichtung München die Geschwindigkeit überwacht …
66 km/h zu schnell

Drei neue Selbstbedienungsstellen

Kaufbeuren – Fast 50 Prozent Onlinequote, zunehmende Regularien und die anhaltende Nullzinspolitik der EZB – die VR Bank Kaufbeuren-Ostallgäu …
Drei neue Selbstbedienungsstellen

Kein gemeinsamer Nenner

Kaufbeuren – Der Athletik Club Kaufbeuren e.V. (ACK) und die Stadt Kaufbeuren kommen momentan nicht überein, wenn es um eine künftige Bleibe für den …
Kein gemeinsamer Nenner

Kommentare