Neuer Stadtpfarrer

Gelebte Ökumene schon vor der Amtseinführung: Pastor Thomas Kretschmer (links) und der neue Stadtpfarrer Thomas Renftle Foto: Becker

Im Rahmen eines Festgottesdienstes wurde Pfarrer Thomas Renftle durch seinen Vorgänger im Amt und Prodekan Adolf Nießner in das Amt des Stadtpfarrers der Katholischen Pfarrgemeinde St. Martin und der zur Pfarrgemeinschaft gehörenden Pfarreien St. Stephan in Kemnat und St. Dionysius in Oberbeuren eingeführt. Viele Priester aus dem Stadtgebiet und Dekanat sowie Priester, die den Lebensweg des Pfarrers begleitet hatten, wirkten am Gottesdienst mit. Zahlreiche Ehrengäste aus der Politik, mehrere Fahnenabordnungen der örtlichen Vereine sowie viele Gläubige waren der Einladung gefolgt. Ein Bläserensemble und der Kirchenchor von St. Martin gestalteten den feierlichen Gottesdienst.

Bürgermeister Gerhard Bucher hieß den neuen Pfarrer im Namen der Stadt herzlich willkommen. Er erläuterte kurz das seit 1270 bestehende Präsentationsrecht, welches der Stadt eine Mitsprache bei der Besetzung dieses Amtes einräumt. Generell liege diesem der Gedanke zugrunde, dass die Stadt sich einen Priester wünsche, der sich um die Seelsorge und das friedliche Zusammenleben aller christlichen Bewohner der Stadt kümmert und lebendige Ökumene praktiziere. Pfarrgemeinderatsvorsitzender Robert Markthaler und Kirchenpfleger Rudolf Wisbauer begrüßten ihren Pfarrer mit Geschenken in Bezug auf Kaufbeuren und boten ihre uneingeschränkte Unterstützung an. In seiner Predigt schilderte Renftle seine anfänglichen Zweifel vor der neuen Aufgabe und der Angst, diese sei „eine Nummer zu groß“. Doch er empfinde es als Gnade und man müsse sich im Leben auch trauen, neue Wege zu gehen. Hier könne man von Crescentia lernen, welche Leidenschaft im Glauben gelebt habe. „Denn Leidenschaft ist die Basis für Gemeinschaft“, so Renftle und beendet seine Ansprache mit den Worten: „Mit Leidenschaft und Freude gehen wir es an!“ Gelebte Ökumene Beim einem Empfang im Haus St. Martin begrüßten die Pfarrgemeinderäte von Oberbeuren und Kemnat ihren neuen Pfarrer, wobei Bernhard Neher in launiger Art feststellte, dass zwischen Kemnat und der früheren Gemeinde Huglfing erhebliche Parallelen bestehen würden und damit beste Voraussetzungen auch für die Freizeitaktivitäten des Pfarrers vorhanden wären. Pfarrer Thomas Kretschmar von der Evangelisch-Lutherischen Gemeinde der Dreifaltigkeitskirche schilderte seine ersten Erfahrungen im Kontakt mit seinem „Nachbarn“. Ohne große Absprache habe man bereits vor der offiziellen Amtseinführung gemeinsam zwei ökumenische Gottesdienste zele- briert. Es sei einfach eine Freude für ihn gewesen, wie sie zusammen Ökumene gelebt und unkompliziert praktiziert hätten.

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