Neues Gesicht für Tiefgarage

„Die Tiefgarage muss einfach attraktiver für die Besucher werden. Die Verfügbarkeit von standortnahen Parkplätzen ist ein großes Thema der Stadt. Meistens ist die Tiefgarage aber nur zur Hälfte ausgelas- tet“, mit diesen Worten beschrieb Marktoberdorfs Bürgermeister Werner Himmer den aktuellen Zustand der Parkmöglichkeit direkt am Rathaus. Und diese gab der Initiative „Mitten in Marktoberdorf“ Anlass, verschiedene Architekturbüros zu einer Planerwerkstatt nach Marktoberdorf einzuladen und Ideen zur Verschönerung der Tiefgarage zu sammeln.

Bereits im August trafen sich dann Architekturbüros aus Marktoberdorf, Augsburg und München zusammen mit Marktoberdorfer Bürgern, um sich direkt vor Ort Gedanken zur Umgestaltung der Tiefgarage zu machen. Einig waren sich die Teilnehmer, dass die neue Parkmöglichkeit heller und farbenfroher werden soll. Die Entwürfe konnten dann aufgrund von Vorschlägen der Bürger und der Jury überarbeitet werden. Ende September entschied das Preisgericht, den Vorschlag von Peter Haimerl, aus einem Münchner Architekturbüro, weiterzu- verfolgen. Kürzlich stellte der Architekt und Vorsitzende der Jury, Wilhelm Huber, die Ergebnisse im Rahmen des Stadtentwicklungsausschusses vor. „Die Entwürfe der Architekturbüros waren vielseitig. So konnten sie sich zum Beispiel ein überdachtes Foyer oder einen Turm am Rathausplatz vorstellen. Der Vorschlag des Büros von Peter Haimerl aus München wurde deshalb zur Weiterarbeit empfohlen, da er verschiedene praktische und umsetzbare Ideen enthielt.“ So soll aus der Tiefgarage eher ein „Parkdeck?“ werden, das zur Ost- und Westseite hin offen sein soll. „Die teure Lüftung könnte bei diesem Vorschlag dann wegfallen. Und leerstehende Räume im Rat- hausgebäude könnten als Musikübungsräume genutzt werden“, so der Gedanke des Architekten. Ein Kinderspielplatz soll die anliegende Bahnhofstraße attraktiver machen. Dass Gremium war überrascht, dass „die Tiefgarage so viel Offenheit erfahren soll“. „Der Vorschlag ist innovativ und genial. Der Plan hat pfiff und ist auch von den Kosten her umsetzbar“, lauteten die Wortmeldungen. So entschied der Stadtentwicklungsausschuss einstimmig, dass das Münchner Architekturbüro zur Weiterarbeit beauftragt und eine detaillierte Kostenermittlung vorgenommen werden soll. Auf den verfeinerten Vorschlag des Architekturbüros Peter Haimerl, wie die Tiefgarage letztendlich aussehen soll, wird gespannt gewartet.

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