70 Jahre Neugablonz

Prächtige Jubiläumsfeier und Bürgerfest

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Mit Speis und Trank wohlversorgt sitzt es sich angenehm unter den Bäumen am Neuen Markt.

Kaufbeuren-Neugablonz – Über 300 geladene Gäste werden am Sonntag, 11. September, im Großen Saal des Gablonzer Hauses zum Jubiläumsfestakt „70 Jahre Neugablonz“ erwartet. Neben einer Abordnung aus Gablonz an der Neiße, bestehend aus Primator Petr Beitl, Lukaš Pleticha, Petr Louda, Katerina Hujerová, und Petra Laurin, hat sich auch seine Seligkeit Patriarch Gregor III. Laham angesagt, der an diesem Tag Humedica besucht.

Außer den Honoratioren der Stadt sind schwerpunktmäßig die Zeitzeugen der Erlebnisgeneration geladen. Ehrengast Innenminister Joachim Herrmann, Bayerischer Staatsminister des Innern, für Bau und Verkehr, wird die Festrede halten.

Den Termin für die Feierlichkeiten hat man bewusst auf den zweiten Sonntag im September gelegt, der seit 2014 in Bayern Gedenktag für die Opfer von Flucht, Vertreibung und Deportation ist.

Die Veranstaltung werde „kurz, aber würdig“ sein, kündigte Peter Igel vom OB-Büro an, der für die Organisation des Festakts zuständig ist. Für die musikalische Umrahmung sorgt die Musikvereinigung Neugablonz zusammen mit der Schwesterkapelle „Mlada Dechovka“ aus Gablonz. Ein grenzüberschreitendes Schülerprojekt der Gymnasien von Kaufbeuren und Gablonz zum Rüdigerbrunnen wird vorgestellt. Und Mundartdichter Michael O. Siegmund trägt ein paurisches „Stickl“ vor. 

Die vielen gemeinsamen Aktionen von Neugablonz und Gablonz an der Neiße vermitteln als klare Botschaft den Willen zu Versöhnung, Frieden und Völkerverständigung von beiden Seiten. Nach wie vor eindrucksvoller Hintergrund für einen solchen Festakt ist der Große Saal des zum 30. Ortsjubiläum eröffneten Gablonzer Hauses mit dem Gablonz-Fresko von Otto Pohl über der Bühne und dem Wappenband an der Wand gegenüber der Fensterfront mit den Wappen der Gemeinden des Kreises Gablonz sowie dem Kaufbeurer Wappen.

Bürgerfest

Rund ums Gablonzer Haus spielt sich gleichzeitig von 11 bis 18 Uhr das Bürgerfest ab. Auf der Pavillon-Bühne, vor der 400 Zuschauer auf Biergarnituren Platz finden, wird die Musikvereinigung Neugablonz mit „Mlada Dechovka“ zum Frühschoppen aufspielen, es findet ein ökumenischer Gottesdienst statt, die russische Tanz- und Gesangsgruppe „Roter Sarafan“ tritt auf und „Mauke – Die Band“ sorgt mit paurischem Mundartkabarett für Stimmung. Claus Tenambergen, der mit seiner Agentur unter anderem für Kaufbeurens Öffentlichkeitsarbeit zuständig ist, wird als Moderator durch das Programm führen. 

Über 30 Neugablonzer Geschäfte und Vereine bereichern außerdem in den benachbarten Straßen das Fest mit Vorführungen, Mitmach-Aktionen oder Verpflegungsangeboten: Mit dabei sind, um nur einige der Highlights zu nennen, wieder Riesen-Wasserbälle und Bungee-Trampolin, Mini-Eisenbahn und Mini-Karussell. Kreativ werden kann man beim Bemalen von Gipshänden und hochgestapelt wird beim XXXL-Jenga­turm und beim Kistenauftürmen von Humedica. Dazu ist ein großer Luftballon-Wettbewerb mit drei Startterminen geplant. Neben den Vereinen in Pavillonzelten kümmern sich die um den Neuen Markt angesiedelten Cafés und Bistros um das leibliche Wohl. Von 15 bis 18 Uhr wird das Isergebirgs-Museum seine Pforten öffnen und bietet eine Führung durch die aktuelle Sonderausstellung „70 Jahre Neugablonz“ sowie ein museumspädagogisches Kinderprogramm an, wobei der Eintritt anlässlich des Bürgerfests kostenlos ist.

Und wie in den vergangenen Jahren laden viele Neugablonzer Geschäfte von 12 bis 17 Uhr zum verkaufsoffenen Sonntag ein. Für Auf- und Abbau stellt der AK Asyl seit einiger Zeit junge starke ehrenamtliche Helfer zur Verfügung, kenntlich an ihren Aktionskreis-T-Shirts. Wenn jetzt auch noch der Wetterbericht Recht behält und wirklich von morgens bis abends die Sonne scheint, dann steht einem wunderbaren Jubiläums-Bürgerfest nichts im Wege.

Ein detailliertes Bürgerfestprogramm finden Sie in unserer Sonderveröffentlichung „70 Jahre Neugablonz“ der Mittwochsausgabe auf den Seiten 12 bis 16.

von Ingrid Zasche

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