Bühnenzauber beim Bürgerfest

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Bunt gemischt: Musikvereinigung Neugablonz in grünen und Mlada Dechovka aus Gablonz a. N. in roten Westen.
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OB Stefan Bosse bewies im Zusammenspiel mit der Musikvereinigung Neugablonz und der Schwesterka pel le Mlada Dechovka, dass er das Klarinettespielen seit seinen Stadtkapellenzeiten noch nicht verlernt hatte.
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Bürgerfest ohne Mini-Eisenbahn ist für die jüngeren Besucher absolut undenkbar...
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Auch Riesenwasserbälle und Bungee-Trampolin dürfen nicht fehlen.
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Die vor dem Gablonzer Haus aufgebauten, von den russlanddeutschen Frauen liebevoll mit Blumen dekorierten Biergarnituren boten rund 400 Besuchern Platz.
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Fast so hübsch wie die Originale sind die Puppen im roten Sarafan.
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Die jungen Tänzerinnen von der Gruppe „Roter Sarafan“ gibt es auch in weiß oder blau.
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Humedica-Vorstand Wolfgang Groß mit seiner Seligkeit Patriarch Gregor III. Laham (Patriarch von Antiochien und dem Ganzen Orient, von Alexandrien und von Jerusalem, Oberhaupt der mit der römisch-katholischen Kirche unierten melkitischen griechisch-katholischen Kirche), der sich wenig später zu einem Auftritt als Gastdirigent überreden ließ.

Kaufbeuren-Neugablonz – Den Termin für das Fest hatte man bewusst auf den zweiten Sonntag im September gelegt, der seit 2014 in Bayern Gedenktag für die Opfer von Flucht, Vertreibung und Deportation ist. OB Stefan Bosse konnte sich bei der Eröffnung vorstellen, diesen Herbsttermin für das Bürgerfest zu einer neuen Tradition werden zu lassen.

Dann bewies Kaufbeurens Oberbürgermeister gut gelaunt, dass er das Klarinettespielen seit seinen Stadtkapellenzeiten noch nicht verlernt hatte. Das bewog Primator Petr Beitl aus Gablonz an der Neiße nach längerem Zureden schließlich, die Musikvereinigung Neugablonz zusammen mit der Schwesterkapelle „Mlada Dechovka“ aus Gablonz an der Trompete ebenfalls beim Frühschoppen zu verstärken. Und schließlich konnte auch seine Seligkeit, der Patriarch von Antiochien, Gregor III. Laham, zu einem Auftritt als Gastdirigent überredet werden.

Nach dem Frühschoppen zelebrierten Pfarrer Thomas Hagen von der Neugablonzer Herz-Jesu-Kirche, Pfarrer Sebastian Stahl und Pfarrer Wolfgang Krikkay von der evangelischen Christuskirche und Pfarrer Markus Schäfler von der altkatholischen Gemeinde in Buchloe einen ökumenischen Gottesdienst. Für die Neugablonzer an den Biergarnituren vor der Pavillon-Bühne waren Bier und Würstchen auf den Tischen durchaus mit inbrünstiger Andacht vereinbar. Die russische Tanz- und Gesangsgruppe „Roter Sarafan“ trat außer in rot auch in weiß und blau auf und „mauke – DIE BAND“ sorgt mit paurischem Mundartkabarett für Stimmung.

Claus Tenambergen führte als Moderator durch das Programm. Während im Großen Saal der Festakt für geladene Gäste stattfand, interviewte er die frischgebackenen kleinen Deutschen Meister vom ESVK-Nachwuchs (neun bis zehn Jahre), die für die Ankunft von Innenminister Joachim Herrmann Spalier gestanden hatten.

Rund 50 Neugablonzer Geschäfte und Vereine bereicherten außerdem in den benachbarten Straßen das Fest mit Vorführungen, Mitmach-Aktionen oder Verpflegungsangeboten: Mit dabei waren schon fast traditionell wieder Riesen-Wasserbälle und Bungee-Trampolin, Mini-Eisenbahn und Mini-Karussell, um nur einige zu nennen. Für die jüngsten Besucher war das Verzieren von Gipshänden, Kinderschminken und Malen mit der Farbschleuder geboten, Größere durften beim XXXL-Jengaturm und beim Kistenauftürmen von Humedica hochstapeln oder beim BSK Olympia auf die Torwand schießen.

Vor der Sparkasse fand ein großer Luftballon-Wettbewerb statt. In den um den Neuen Markt angesiedelten Cafés und Bistros und in den Pavillonzelten der Vereine gab es so köstliche Dinge wie Nußecken, Kartoffellocken oder Szegediner Gulasch.

Von 15 bis 18 Uhr öffnete das Isergebirgs-Museum seine Pforten und bot eine Führung durch die aktuelle Sonderausstellung „70 Jahre Neugablonz“ sowie ein museumspädagogisches Kinderprogramm an, wobei der Eintritt anlässlich des Bürgerfests kostenlos war. Außerdem luden wie in den vergangenen Jahren viele Neugablonzer Geschäfte von 12 bis 17 Uhr zum verkaufsoffenen Sonntag ein. Und das Wetter wartete mit den ersten Regentropfen freundlicherweise bis zur letzten Zugabe von mauke – DIE BAND. Der Stadtteil Neugablonz hatte also eine rundum schöne Geburtstagsfeier.

von Ingrid Zasche

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