Noch zwei Kreisbauhöfe

Das Grundstück des Kreisbauhofes in Marktoberdorf sieht nach Schließung einer neuen Nutzung entgegen Foto: Bauer

Mehrfach schon hat sich der Kreisausschuss mit der Zukunft der Kreisbauhöfe in Rosshaupten, Marktoberdorf und Westendorf beschäftigt und hierzu jeweils ein baufachliches- sowie ein Strukturgutachten in Auftrag geben. Die hohen Sanierungs- kosten für die Beibehaltung des Bestandes und Verbesserungen aus ablauforganisatorischer Sicht ließen die Kreisräte einstimmig für eine Reduzierung auf zwei kreiseigene Bauhöfe im Norden und im Süden votieren.

Mit Ausnahme von Rosshaupten sei die Bausubstanz schlecht, fasste Kreiskämmerer Hermann Thoma das Ergebnis des Baugutachtens zusammen. Die hohen Sanierungskosten, besonders in Westendorf und in Marktoberdorf (geschätzt 1,44 Millionen bzw. 620 Tausend Euro), sowie das Ergebnis des Strukturgutachtens führe zu der Empfehlung, auf zwei Bauhöfe zu reduzieren. Mögliche Standorte seien der Raum Germaringen-Westendorf-B12 im Norden und Wald im Süden. Wegen der der relativ geringen Sanierungskostenkosten (570 Tausend Euro) empfehle sich jedoch ein Festhalten am Standort Rosshaupten für den südlichen Landkreis. Diese als Variante zwei vorgestellte Lösung soll den Landkreis 5,5 Millionen Euro kosten, ein zusätzlich einzurichtendes Streusalzlager schlägt voraussichtlich mit 550 Tausend Euro zu Buche. Auch die Realisierung als ÖPP-Projekt sei geprüft worden, dieses habe sich jedoch als unwirtschaftlich erwiesen, erklärte Thoma. Er sei froh, dass der Standort Rosshaupten erhalten bleibe, denn die Entfernung vom ursprünglich geplanten Bauhof in Wald nach Halblech sei einfach zu groß erklärte Hubert Endhardt (Grüne), außerdem sei der Anfall von Schnee im Süden größer. Die Verkaufserlöse aus den dann nicht mehr benötigten Grundstücken, vornehmlich in Marktoberdorf, könnten gegen die Sanierungskosten der Landwirtschaftschule gerechnet werden. Besorgt, mit Blick auf die Kreisstadt, erkundigte sich Bürgermeister Werner Himmer (FW), ob die Einsatzzeiten der Streusalzfahrzeuge auch nach Schließung des Bauhofes in Marktoberdorf eingehalten werden könnten. Es werde auch künftig keine Serviceverschlechterung geben, antwortete Landrat Johann Fleschhut. Im Hinblick auf die Erfahrungen der vergangenen Jahre werde man auch eine höhere Salzlagerkapazität schaffen. Fleschhut ergänzte, dass seitens der Gemeinde kein Interesse bestehe. Man werde sich bei der Suche für den neuen Standort deshalb auf den Raum Westendorf-B12 konzentrieren.

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