Obergünzburg: Der Erweiterungsbau des Feuerwehrgerätehauses beginnt

"Ein historischer Moment"

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Den symbolischen Spatenstich nahmen vor: Bauunternehmer Rudi Beck (v. li.), Architektin Marion Bartl, Bürgermeister Lars Leveringhaus, Kommandant Markus Schäftner, Vereinsvorstand Peter Rohrer und Kreisbrandrat Markus Barnsteiner.

Obergünzburg – Rechtzeitig zum 150-jährigen Jubiläum soll er fertig sein, der Erweiterungsbau am Obergünzburger Feuerwehrhaus. So trafen sich kürzlich die Beteiligten samt Bauverantwortlichen, Architektin und Bürgermeister zum Spatenstich. 

Zum Spatenstich hatte der Markt Obergünzburg in das Feuerwehr- gerätehaus eingeladen. Bürgermeister Lars Leveringhaus nahm die Gelegenheit wahr, den Beginn der Bauarbeiten für die Erweiterung des Feuerwehrhauses symbolisch vorzunehmen. 

Mit dem Um- und Neubau sollen folgende wichtige Ziele verwirklicht werden: Verbesserung der Sicherheit für die Feuerwehrleute, drei zusätzliche Stellplätze für die Fahrzeuge und Energieeinsparung durch die Nutzung von Nahwärme. Bereits im Jahr 2009 hatte der Marktrat beschlossen, das alte Feuerwehrhaus um drei Stellplätze zu erweitern und diese Baumaßnahme auch bis zum Jahr 2014 zu realisieren. Dass der Erweiterungsbau jetzt rechtzeitig zum 150-jährigen Jubiläum der Freiwilligen Feuerwehr Obergünzburg fertig sein wird, sei ein gutes Beispiel für ein gehaltenes Versprechen der Kommunalpolitik, so der Bürgermeister. Bei der Entwicklung des Konzepts für den Erweiterungsbau stand der beauftragten Architektin Marion Bartl ein „Planungsteam“ der Feuerwehr beratend zur Seite. Gemeinsam wurden im Bau befindliche oder bereits fertiggestellte Feuerwehrgerätehäuser in anderen Städten und Gemeinden besichtigt und viele Details gesammelt. 

„Die Erfahrungen, die die besuchten Feuerwehren beim Bau gemacht haben, geben wertvolle Hinweise für die eigene Planung“, erklärte Leveringhaus. Architektin Bartl bedankte sich ausdrücklich bei den beteiligten Feuerwehrleuten für die Mithilfe und bei den Leitern des gemeindlichen Bauamtes für die gewährte Unterstützung. 

Kommandant Markus Schäftner sprach von einem „historischen Moment“, weil heute für die Obergünzburger Feuerwehr ein bedeutsamer Grundstein für die Zukunft gelegt werde. Er wies darauf hin, dass beim alten Gebäude verschiedene Sicherheitsstandards nicht mehr gewährleistet seien. Deshalb stand bei der Umsetzung des Planungskonzeptes der Personenschutz im Vordergrund. Durch separate Umkleideräume und neue Zugänge zu den Fahrzeughallen können sich künftig die Feuerwehrleute im Alarmfall getrennt von den Fahrzeugen umziehen, danach von hinten an die abfahrbereiten Fahrzeuge herantreten und aufsitzen. Damit gehört das bisherige, gefährliche Kreuzen vor den ausrückenden Fahrzeugen der Vergangenheit an. Kommandant Schäftner wies auch auf die zukünftige zentrale Pflegestelle für die angegliederten Ortsfeuerwehren hin, eine wichtige Einrichtung für das Zusammenrücken der Gemeindefeuerwehren. Für das stets offene Ohr im Hinblick auf die Belange der Feuerwehr bedankte er sich bei Bürgermeister und Gemeinderat. 

Für Kreisbrandrat Markus Barnsteiner habe man die lange Zeit seit der Beschlussfassung genutzt, um ein interessantes und in die Zukunft weisendes Konzept zu erarbeiten. „Denn das Feuerwehrgerätehaus ist nicht mehr nur ein reiner Zweckbau, sondern ist heute der Sitz eines Dienstleistungsunternehmen“, so der Kreisbrandrat. Die umfangreiche und teure Ausrüstung verlange nach einer angemessenen Unterbringung, die ehrenamtlich tätigen Feuerwehrleute verdienten zudem größte Sicherheit. „Von dieser Investition profitieren aber nicht nur die Obergünzburger, sondern auch die im Einsatzbereich gelegenen Gemeinden im Günztal“, so Barnsteiner. Er wisse, dass die Feuerwehrleute neben ihren Einsätzen auch wieder viele zusätzliche freiwillige Helferstunden für den Erweiterungsbau einbringen werden und wünschte deshalb allen Beteiligten eine unfallfreie Bauphase. von Jörg-Dietmar Reinelt

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