Ökologisch und optisch modern

Sind stolz auf das neue Gebäude: der Leiter der Polizeiinspektion Kempten, Günther Hackenberg, und Erster Polizeihauptkommissar und Leiter der Verkehrspolizei Kempten, Klaus Schorm. Foto: Frisch

Ein großes Kompliment sprach am Donnerstag Staatssekretär des Inneren, Gerhard Eck, den Verantwortlichen bei der Einweihung des Neubaus der örtlichen Polizeiinspektion aus. Eine „tolle, fruchtbare Arbeit“ sei hier geleistet worden, „und das neue Gebäude sist für eine weitere erfolgreiche Polizeiarbeit in Marktoberdorf unabdingbar.

Dieser Meinung ist auch Dienststellenleiter und Erster Polizeihauptkommissar Alfred Immerz: „Im alten Gebäude haben sich teilweise mehrere Kollegen einen Aufenthaltsraum als Büro geteilt – das war auf Dauer nicht mehr tragbar“. Auf die Frage, warum es nicht nur in Marktoberdorf so eine langwierige Sache sei, statt einer weiteren Renovierung der alten Dienststellen diese neu zu errichten, erklärte Polizeipräsident Hans-Jürgen Memel: „Dies ist häufig ein Standortproblem. Wir als Polizei möchten nah am jeweiligen Stadtzentrum und damit nah beim Bürger sein. Dies schränkt die Auswahl möglicher Bauplätze zumeist stark ein.“ Auch fände häufig gerade in kleineren Städten über die Jahre eine Identifikation mit dem Standort der Polizei statt; man ziehe aus diesen Gründen meistens erstmal eine Restaurierung der alten Gebäude in Betracht. In Marktoberdorf ist der Neubau jedenfalls gut gelungen: bereits im August konnten die 40 Mitarbeiter der Dienststelle in die fertigen Räumlichkeiten umziehen, die energetisch, ökologisch und auch optisch modernsten Standards entsprechen. Die Eingänge und der Parkplatz sind behindertengerecht gestaltet, auf dem Dach befindet sich eine rund 360 Quadratmeter große Photovoltaikanlage. Für einen eventuell später einzubauenden Aufzug wurde beim Bau bereits ein Schacht gelassen. Im Außenbereich bildet die Fassade aus Lärchenholzschindeln einen reizvollen Kontrast zu den Fenstern in einer Holz-Alu-Konstruktion. Architekt Eberhard Knorr vom Bauamt Kempten, der für die Planung zuständig ist, betont: „Wir haben die Funktionalität des Dienstgebäudes eng mit den Nutzern entwickelt, um in allen Bereichen jeweils die praktischste und beste Lösung zu finden“. Der ausführende Architekt Christian Eger freut sich über die gute Zusammenarbeit: „Die Planung konnte straff durchgezogen werden, alle haben zusammen geholfen“. Kastenfrage noch unklar Ein Punkt ist allerdings noch unklar: die genauen Kosten für das neue Polizeigebäude stünden noch nicht fest, so Knorr. Bei der Konzeption vor fünf Jahren habe man den Bau mit 2,3 Millionen Euro veranschlagt; ob weiterführende Kosten im Laufe der Arbeiten entstanden seien oder man vielleicht sogar etwas eingespart habe, komme noch auf. Dank des laufenden Konjunkturprogramms wird allerdings der Bund rund 75 Prozent der Baukosten übernehmen. Das Polizeigebäude soll übrigens zukünftig nicht das einzige bleiben: auch für Kaufbeuren sei man bereits „dicht am Ball“, wie der anwesende Landtagsabgeordnete Bernhard Pohl (FW) verriet.

Meistgelesene Artikel

Beginn einer neuen Ära

Kaufbeuren – „Kooperation beruht auf Vertrauen und Verlässlichkeit.“ Mit diesen Worten charakterisierte Brigadegeneral Stefan Lüth als Vertreter der …
Beginn einer neuen Ära

Winterdienstpflichten betreffen alle

Buchloe – Sie haben gegenwärtig alle Hände voll zu tun – die Mitarbeiter des Buchloer Bauhofes. Das Tiefdruckgebiet „Dieter“ hat vorige Woche viel …
Winterdienstpflichten betreffen alle

Neuer Standort für Feuerwehr

Obergermaringen – Das geplante neue Feuerwehrhaus in Obergermaringen wird nun an einem neuen Standort errichtet.
Neuer Standort für Feuerwehr

Kommentare