Tag der offenen Tür im Städtischen Bauhof – Viele Besucher schauen mal hinter die Kulissen

Die "Elitetruppe" ist immer im Einsatz

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Die Fahrzeuge des Städtischen Fuhrparks wurden von den Besuchern fachmännisch begutachtet und es gab auch die eine oder andere Frage über Typ, Hubraum und weitere technische Details.

Kaufbeuren – Rund 1.200 Besucher verschafften sich am vergangenen Samstag beim Tag der offenen Tür im Bauhof der Stadt einen Einblick in die vielfältigen Aufgaben und Tätigkeiten der hier beschäftigten Mitarbeiter.

Insgesamt 87 Beschäftigte sorgen dafür, dass Müllabfuhr, Straßenreinigung, Winterdienst, Straßenbeleuchtung, Beetbepflanzungen, Parkpflege und der Unterhalt der Sport- und Spielplätze reibungslos funktionieren. Als die „Mädchen für alles“ bezeichnete Oberbürgermeister Stefan Bosse diese „Elitetruppe“ die mit viel Einsatz und Elan an 365 Tagen im Jahr zum Wohl der Bürgerinnen und Bürger zur Bewältigung all dieser Aufgaben zur Verfügung steht.

Kaufbeurens Stadtoberhaupt dankte in seinem Grußwort allen Beschäftigten des Bauhofs für deren Engagement und hob hervor, dass sich hier eine tolle Truppe zusammengefunden habe. Nachdem in den letzten Jahren die Beschäftigtenzahl halbiert werden musste, leiste diese verhältnismäßig kleine Mannschaft ein enormes Arbeitspensum. So legen beispielsweise die drei im Einsatz befindlichen Müllfahrzeuge wöchentlich über 800 Kilometer im Stadtgebiet zurück. Dabei müssen 9.294 Restmülltonnen und 3.100 Biomülltonnen geleert werden. Insgesamt 5.500 Tonen Restmüll wurden so im Jahre 2015 und 3.280 Tonnen Biomüll entsorgt. Ähnliche Zahlen gab es auch aus der Abteilung „Straßen und Wege“ wo 313 Straßenkilometer zu betreuen, 463 Abfallbehälter, 87 Hundetoiletten, 47 Wertstoffplätze regelmäßig zu entleeren sind. Außerdem müssen ca. 490.441 Quadratmeter Straßenbegleitgrün maschinell und weitere 421.102 Quadratmeter manuell gemäht werden. Neben den Abteilungen Gärtnerei, Elektrik, Zimmerei und Friedhöfe nimmt auch der Fuhrpark eine wichtige Stelle ein. Ein Sachgebietsleiter sowie vier Mechaniker und ein Helfer sind dabei für den kompletten Fuhrpark der Stadt mit Rathaus, Feuerwehr, THW und Bauhof zuständig. Dabei müssen insgesamt 358 Fahrzeuge und Geräte, wie zum Beispiel PKW´s, LKW´s, Anhänger, Arbeitsgeräte, Schneepflüge, Streuer, Mähgeräte usw. so gewartet werden, damit diese stets einsatzbereit zur Verfügung stehen.

Eine wahre Mammutaufgabe die Bauhofleiter Georgio Buchs zu bewältigen hat und dabei tagtäglich vor neuen Herausforderungen steht. Dank einer hervorragenden kameradschaftlichen Zusammenarbeit innerhalb der einzelnen Abteilungen klappe aber alles verhältnismäßig gut, wie der Bauhofleiter versicherte. In diesem Zusammenhang dankte Georgio Buchs auch dem KI-Stadtrat Hans Häusler der in seiner Aufgabe als Ansprechpartner der Mitarbeiter und Verbindungsmann zum Stadtrat wertvolle Arbeit leiste und obendrein auch noch einen „heißen Draht“ zur Stadtbevölkerung besitze und dadurch immer wieder auf die eine oder andere Schwachstelle innerhalb des Stadtgebiets hinweisen werde und für Verbesserungen sorgen könne.

Den zahlreichen Besuchern wurde viel an Information an diesem Tag geboten und Einblicke in die mannigfaltigen Arbeitsgebiete des Bauhofs gewährt. Vor allem die LKW´s und Großgeräte wurden regelrecht belagert und fachmännisch begutachtet. Das baggern mit einem Minibagger und Fahrten mit der Hebebühne sorgten für das eine oder andere zusätzliche Highlight. Eine Kletterwand, ein Kettcar-Parcours und das Kinderschminken wurde von den kleineren Besuchern als tolle Abwechslung gern in Anspruch genommen.

Von Klaus Dieter Körber

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