Ohne Ehrenamt geht es einfach nicht

Zu einem heiteren Abend hatte die Leiterin des Freiwilligenzentrums (FZ) Schwungrad, Sabine Weißfuß, in die Aula der Hauptschule geladen. Mit Schwung und Swing wurden drei Jahre erfolgreicher Arbeit und der Zusammenschluss mit der Servicestelle Ehren-amt des Landratsamtes Ost-allgäu gefeiert. Dabei standen nicht nur die Rückschau, sondern vor allem auch die Zukunft des Ehrenamtes im Focus.

Eingebettet in die lockere At-mosphäre aus hochklassigem Jazz und unterhaltsamem The-ater, fand das gesellschaftlich bedeutende Thema „Ehrenamtliche Tätigkeit“ einen feierlichen und würdigen Rahmen. Für diesen sorgten auch die Ehrengäste, Prinzessin von Thurn und Taxis, die Präsidentin des Bayerischen Roten Kreuzes (BRK), der Bundestagsabge-ordnete Stephan Stracke, Landrat Johann Fleschhut und die Vorsitzende des BRK-Kreisverbandes Barbara Strobel. Die im Ostallgäu beheimatete Prinzessin mahnte besonders die bessere Wahrnehmung des Ehrenamtes durch die „Hohe Politik“ an, und wandte sich damit an MdB Stracke: „Die Stadt Berlin darf nicht Maßstab und Orientierung sein, wenn es um die Wahrnehmung sozialer Aufgaben geht.“ Freude, Anerkennung, Liebe und Dankbarkeit, das seien die Triebkräfte der ehrenamtlichen Arbeit, nicht die Bezahlung. Es gelte Kopf und Körper in Bewegung zu halten, um die zahlreichen sozialen Herausforderungen, besonders auch die Versorgung alter Menschen zu meistern. Wie die Präsidentin des BRK, so wies auch Johann Fleschhut auf die zunehmende Bürokratisierung der ehrenamtlichen Tätigkeit hin. Insbesondere das komplizierte Steuer- und Vereinsrecht wirke sich häufig motivationshemmend auf die Arbeit der Ehrenamtlichen aus. Ohne Freiwillige Feuerwehr, ohne ehrenamtliche Jugendarbeit, ohne ehrenamtliche Bürgermeister und ohne die unentgeldliche Arbeit in Vereinen und Hilfsorganisationen, wie z.B. BRK, Wasserwacht, und Bergwacht gingen in Deutschland die Lichter aus. Unterstützung bietet Fleschhut den Freiwilligen durch die Servicestelle Ehrenamt im Landratsamt (www.ehrenamt-ostallgaeu.de). Mit dem Zusammenschluss von Servicestelle und FZ zum Kompetenzzentrum wird eine erhebliche Qualitätsverbesserung in der Förderung des Ehrenamtes erwartet. Eine der wesentlichen Aufgaben des FZ sieht Weißfuß in der Zusammenführung der ehrenamtlichen Aufgabe mit dem geeigneten Freiwilligen. Schwerpunktziel sei es nun, die Arbeit des FZ in Marktoberdorf in die Fläche zu tragen und im Landkreis viele „Minischwungräder“ aufzubauen. Nur die Kenntnis der Verhältnisse vor Ort, lasse eine wirkungsvolle ehrenamtliche Hilfe zu. Wichtig erschien es Weißfuß auch, die projektbezogene Arbeit, wie z.B. das „Lotsenprojekt an der Hauptschule Marktoberdorf“, oder „Jugend ins Ehrenamt“, auf eine breitere Basis zu stellen. Zum Erreichen dieser hochgesteckten Ziele müsse dabei eng mit Politik, Verwaltung, Wirtschaft und den Medien kooperiert werden. (www.fzschwungrad.de).

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