Tagesklinik auf dem neusten Stand

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Durch die Neugestaltung der Räume in der Tagesklinik wurden die Arbeitsabläufe deutlich erleichtert. Das bekommen Dr. Michael Liedl und Dr. Sabine Zobel mit ihrem Team täglich zu spüren und freuen sich über den gelungenen Umbau.

Kaufbeuren – Ein Zentrum der medizinischen Versorgung auch für das Umland der kreisfreien Stadt ist Kaufbeuren schon lange. Neben dem Ausbau des Notfallzentrums am Klinikum gibt es eine weitere Verbesserung: Der OP-Bereich der Tagesklinik am Medicenter wurde nach den neusten Erfordernissen der medizinischen Versorgung umgebaut und bietet nun seit einiger Zeit Personal und Patienten mehr Komfort – Grund genug für Ärzte, Angestellte und Vermieter, die Räume bei einer kleinen Feier offiziell einzuweihen. 

Schon seit ihrer Gründung im Jahr 2000 bietet die Tagesklinik Kaufbeuren die Möglichkeit, ambulante Operationen durchzuführen und somit eine Alternative zum Aufenthalt im Krankenhaus. Mehr als 25.000 Eingriffe wurden hier seitdem durchgeführt. Abgedeckt werden unter anderem verschiedene chirurgische Fachbereiche, außerdem Orthopädie, Gynäkologie, Urologie, Gastronenterologie und Zahnheilkunde – eine Alternative zur OP in der Klinik. 

Der Vorteil der ambulanten Operationen in der Tagesklinik liegt laut Anästhesist Dr. Michael Liedl und Kollegin Dr. Sabine Zobel vor allem in der intensiven persönlichen Betreuung, der kurzen Aufenthaltsdauer und der Vermeidung der sogenannten „Krankenhauskeime“. Ein Umstand, der der Tagesklinik bereits in den vergangenen Jahren großen Erfolg beschert hat. 

Aber: „Auch eine Tagesklinik kommt mal in die Jahre“, so Liedl. Daher wurde im Frühjahr 2015 mit der Planung begonnen, die Räume im Obergeschoss neu zu konzipieren. Auf den 190 Quadratmetern wurde die Raumaufteilung optimiert, um Arbeitsabläufe besser gestalten zu können, der OP-Bereich – zuvor auf zwei Etagen verteilt – auf einer Etage gebündelt. Im Erdgeschoss erwartet die Patienten ein neu gestalteter Empfangsbereich, außerdem wurde die gesamte Elektrik erneuert.

Der Umbau habe, so Liedl, zu mancher „schlaflosen Planungsnacht“ geführt, sorgt aber nun unter anderem dafür, dass Personal und Patienten nicht mehr über einen Außenaufzug in die oberen Räume gelangen müssen. Dass der gesamte OP-Bereich nun auf einem Geschoss liegt, spart außerdem Personal, weil die einzelnen Stockwerke nicht mehr einzeln betreut werden müssen. 

Im Herbst des vergangenen Jahres konnte die Tagesklinik in ihrer jetzigen Form in Betrieb gehen. Die Neugestaltung habe sich seitdem bewährt, so Liedl: „Wir danken hier unserem Vermieter, der Firma Dobler, die die Umbauarbeiten ausgeführt hat“. Er erwähnte auch die „großen Verdienste“ um die Entwicklung des medizinischen Angebots von Seiten des mittlerweile verstorbenen Kollegen und Anästhesisten Dr. Thomas Trucksäß sowie des immer noch an der Tagesklinik praktizierenden Chirurgen Dr. Ronny Schnellhammer. Aus deren Praxisgemeinschaft war die Tagesklinik im Jahr 2000 entstanden und habe sich später, so Thomas Maier vom Bauunternehmen Dobler, „zur Keimzelle für das spätere Medicenter entwickelt“.

von Michaela Frisch

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