Teil des Marvel-Universums

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Sandy Kolbuch sprach mit Schauspieler Paul Bettany, der den Comichelden „Vision“ gar nicht kannte.

Der britische Schauspieler Paul Bettany begann mit 19 Jahren sein Studium am Drama Centre London. Nach einigen Theaterauftritten gab er sein Filmdebüt mit dem Holocaust-Drama „Bent“. Regisseur Brian Helgeland besetzte Bettany für die Hollywood-Produktion „Ritter aus Leidenschaft“. Es folgte der Film „A Beautiful Mind“, an dessen Set Bettany seine Ehefrau Jennifer Connelly kennen lernte. Seit 2008 ist Bettany als Stimme von Jarvis Teil des Marvel-Universums.

In Anthony und Joe Russos „The First Avenger: Civil War“ schlüpft der Schauspieler zum zweiten Mail in die Rolle des Androiden Vision. Kreisbote-Redakteurin Sandy Kolbuch traf Paul Bettany am Tag der Deutschlandpremiere in Berlin. 

Der Look von Vision ist einzigartig. Können Sie sich noch an Ihre erste Reaktion erinnern, als Sie die ersten Entwürfe für Ihr Kostüm und Ihr Make Up gesehen haben? 

Bettany: Ich dachte, dass ich eine sehr lange Zeit in der Maske verbringen werde. An den ersten Drehtagen dauerte die Maske jeweils eineinhalb bis zwei Stunden. Zum Ende des Films hin war das Team eingespielt und ich war bereits nach einer Stunde fertig geschminkt. Drei Leute haben gleichzeitig an meinem Look gearbeitet, wodurch es sehr schnell ging. Meine Maske wurde traditionell geschminkt und später mit digitalen Effekten aufgewertet. Ich habe beispielsweise keine Kontaktlinsen getragen. Die feinen Details wurden alle per Computer hinzugefügt. 

Wussten Sie wer Vision ist, bevor Ihnen die Rolle angeboten wurde? 

Bettany: Nein, ich kannte die Figur nicht. Die Filme werden für eine breite Fangemeinde gemacht. Und bei Kevin Feige und den Russo Brüdern ist das Franchise in guten Händen. Ich bin in England aufgewachsen, wo es in den 70er Jahren keine Comicbücher gab. Wir waren die Meister der Selbstbeschäftigung. 

Hatten Sie die Möglichkeit, eigene Ideen in Bezug auf Ihre Rolle einzubringen? 

Bettany: Ja, wir Darsteller haben durchaus Freiheiten. Als ich Kevin Feige das erste Mal am Set traf und er die erste Version von Vision sah, war er aufgeregt wie ein Kind. Die Filme werden mit einem sehr hohen Budget produziert, um ein möglichst hohes Einspielergebnis zu erzielen. Die Regisseure versuchen, ihre Charaktere zu schützen. Es gibt eine Regel: Wenn man einmal einen Charakter aus dem Marvel Universums verkörpert hat, wird man anschließend nie einen anderen verkörpern. Dass ich zuvor Jarvis gesprochen habe, war für niemanden ein Problem. 

Vision versucht herauszufinden, was es bedeutet, menschlich zu sein… 

Bettany: Vision empfindet etwas für Scarlett Witch und versucht, mit diesem menschlichen Gefühl umzugehen. In „Avengers: Age of Ultron“ wurde Vision geschaffen. Er ist naiv und versucht herauszufinden, wie sich Menschen benehmen. Mit seinem Look und seinen Manieren erinnert er an die 1950er Jahre. 

Vielen Dank!

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