Perspektiven für Senioren schaffen

Unter dem Namen „Seniorenpolitisches Gesamtkonzept“ schrieb der Landkreis Ostallgäu den Förderpreis 2009 für örtliche Seniorenkonzepte aus. Ziel war es, innovative Projekte und Ideen für einen überzeugenden Beitrag zur Verlängerung der eigenen Häuslichkeit der Senioren zu leisten. Insgesamt 24 beeindruckende Bewerbungen gingen beim Landratsamt ein. Vergangene Woche wurden die Preisträger bekannt gegeben.

„Mit diesem Wettbewerb wollten wir erreichen, dass sich das Thema 'Senioren' in den Köpfen der Ostallgäuer festsetzt und daraus Fortschritte entstehen“, eröffnete Landrat Johann Fleschhut den Abend. Was sich die Senioren dabei für sich selbst wünschen, stellte der Landkreis in Workshops fest. An erster Stelle steht demnach, möglichst lange zuhause, in der gewohnten Umgebung leben zu können. Ein weiterer Punkt war die Sicherung der Versorgung auf dem Land. Die Selbstbestimmung und die Lebensqualität sind aber am wichtigs- ten. Und darüber machten sich die Bewerber aus allen Orten des Ostallgäus Gedanken. Die Anforderungen an die Konzepte waren neben Innovation, das ehrenamtliche Engagement und die Nachhaltigkeit. Das Motto des Konzeptes „Senioren Wohngemeinschaften Schwangau“ zum Beispiel, ist: „Gemeinsam statt Einsam!“. Hier leben zwölf Demenzkranke Menschen als Mieter in einem Haus zusammen. „Die Kosten sind geringer als in einem Pflegeheim. Die Senioren leben hier in einer persönlichen, familiären Atmosphäre und bestimmen selbst ihr Leben. Die Betreuung ist rund um die Uhr gewährleistet“, erklärt Ferdinand Griesmann, der Initiator dieses Konzeptes. Ein besonderes Zusammenleben strebt die Heilig-Geist-Spitalstiftung Füssen mit dem Konzept „Integratives Wohnen in Hausgemeinschaften“ an. „Wir wollen eine Begegnungsstätte für Jung und Alt schaffen. Das heißt, in Apartments können alleinstehende Senioren leben aber auch, und das ist das besondere, alleinerziehende Eltern“, sagte Andreas Rösel, der Projektleiter. Diese beiden Projekte wurden mit einer Anerkennungsurkunde ausgezeichnet. Den dritten Platz errang die Seniorenprojektgruppe Obergünzbug mit dem Konzept „Kommunale Begegnungsstätte für Altere“. Mit dem zweiten Platz wurde das Konzept „Neues Leben im alten Bahnhof“ von Centa Meggle aus Biessenhofen ausgezeichnet. Ziel ist es: Demente, aber auch andere vereinsamte Mitbürger wieder in „die Mitte“ zu holen. Das Konzept der Gemeinde Lamerdingen „Herzensangelegenheiten Senioren“ überzeugte mit dem Leitgedanken „Begegnung der Generationen“ und holte den ersten Preis. Mit einem Begegnungscafé, gemeinsamer Freizeitgestaltung und einem breiten Beratungsangebot sollen Jung und Alt „Miteinander und Füreinander“ leben. Landrat Johann Fleschhut hofft, „dass die Motivation nun gestärkt wurde, sich in der nächsten Zeit weiter Gedanken um das Thema zu machen und die angezielten Konzepte umzusetzen. Ziel ist es, der älteren Generation mit allen Kräften zu helfen“. Auf dem Internetportal des Landkreises Ostallgäu (www.ostallgaeu.de) können alle Konzepte der 24 Bewerber nachgelesen werden. Ebenso können Anregungen und Ideen zum Thema Seniorenkonzepte an das Landratsamt weitergegeben werden. Diese werden dann auf einem Ideenportal auf der Homepage zusammengefasst.

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