"Pfeiler der Gesellschaft"

Sie leisten einen enorm wichtigen Beitrag und sind „ein wesentlicher Pfeiler der Gesellschaft“, mit diesen Worten begrüßte vergangene Woche Oberbürgermeister Stefan Bosse Annelies Wittwer, Michael Technow und László Kasztner im Rathaus.

Alle drei haben, so Bosse, „Zeit, Kraft und Energie aufgewendet und auf Freizeit verzichtet“. Der Staat könne Bürgersinn nicht verordnen, „aber wir sind darauf angewiesen“. Michael Technow konnte aus den Händen des Oberbürgermeisters die „Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland“ in Empfang nehmen. Seit 22 Jahren betreibt der 58-Jährige eine Praxis für physikalische Therapie in Füssen. Die Verdienstmedaille erhielt Technow für sein ehrenamtliches Engagement; seit 1988 ist er als Mitglied PVS-Physiotherapieverband der Selbstständigen LV Bayern e.V. aktiv. Gerade in Bezug auf die schwierige Situation im Gesundheitswesen sei sein Amt als ehrenamtlicher 2. Vorsitzender des Physiotherapieverbandes Bayern keine leichte Aufgabe. Die er aber „stets engagiert wahrgenommen und seine reiche Erfahrung und sein großes Wissen eingebracht hat“, unterstreicht Bosse in seiner Laudatio. Ausgezeichnet wurde László Kastzner an dem Abend mit dem „Ehrenzeichen des Bayerischen Ministerpräsidenten für Verdienste von im Ehrenamt tätigen Frauen und Männern“. Der 64-Jährige, der gebürtig aus Köszeg (Ungarn) stammt, hat sich sofort nach seinem Zuzug nach Kaufbeuren 1978 „ehrenamtlich in die Gemeindearbeit der Katholischen Stadtpfarrei Heilige Familie eingebracht“. 1994, nach einem Umzug, wurde Kastzner in den Pfarrgemeinderat St. Martin berufen und viermal zum Vorsitzenden gewählt. Auch beim Thema Städtepartnerschaften ist der Ungar stets bei der Sache. So war er am Aufbau der Partnerschaft zwischen Kaufbeuren und Szombathely (Ungarn) maßgeblich beteiligt. Seit 2005 ist er Geschäftsführer des Städtepartnerschaftsvereins und betreut die Partnerstädte Szombathely und Ferrara (Italien). Er ist 3. Vorsitzender der Kaufbeurer Initiative und wirkt jedes Jahr bei der „Lebenden Krippe“ mit. „Lázló Kastzner versieht seinen ehrenamtlichen Dienst mit einem enormen Zeitaufwand, Ideenreichtun, Tatkraft, Hartnäckigkeit und innerer Überzeugung“, so Bosse. Die 62-jährige Annelies Wittwer erhielt die „Dankurkunde für langjähriges Wirken in der kommunalen Selbstverwaltung“. Mindestens 18 Jahre muss man dafür ehrenamtlich aktiv sein. Das es großartig sei, „was du machst und du es noch ganz lange weiter machst“, wünschte sich Bosse von Wittwer. Seit 1991 ist sie Mitglied des Stadtrates und sei das soziale Gewissen der CSU-Fraktion, wie Bosse erklärte. Ihr Schwerpunkt im Stadtrat sei der soziale Bereich – „sie engagiert sich für Menschen in Not, für Menschen mit Behinderung und Senioren“. Die Erfahrung bringt Wittwer unter anderem aus ihrem Beruf mit. Denn sie war lange Jahre Dienststellenleiterin des Bayerischen Roten Kreuzes in Kaufbeuren. Annelies Wittwer erhält die „Dankurkunde für langjähriges verdienstvolles Wirken in der kommunalen Selbstverwaltung“. Ehrenämter: 1963 – Eintritt beim BRK, Jugend-Rot-Kreuz 1965-1972 – Mitglied bei der Frauenbereitschaft beim BRK, zeitweise Gruppenführerin der Behinderten- und Seniorengruppe seit 1979 – erneute Mitarbeit in der Frauenbereitschaft 1989 bis 1992 – stellvertretende Führerin der Frauenbereitschaft seit 14. Februar 1991 - Mitglied des Stadtrates für die CSU-Fraktion seit 1991 - Mitglied des Seniorenbeirates (Gründungsmitglied) seit 1993 - Mitglied des Behindertenbeirates (Gründungsmitglied) seit 1999 - Seniorenbeauftragte der CSU Kaufbeuren seit 2003 - Mitglied im Netzwerk für Integration von Aussiedlern (Gründungsmitglied) seit 2005 - Mitglied im Integrationsforum für Menschen mit Migrationshintergrund (Gründungsmitglied) seit 1979 Mitglied der Nachbarchaftshilfe, hier: 1989-1990 Beisitzerin 1990-2006 Schriftführerin und Einsatzleiterin seit 2006 Vorstandsmitglied 2002-2006 Mitglied des Pfarrgemeindesrates der katholischen Pfarrei Herz Jesu Neugablonz (Mitglied des dortigen Frauenbundes seit 1994) Michael Technow erhält die „Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland“. Ehrenämter: seit 2. Juli 1988 - Mitglied im VDB-Physiotherapieverband der selbstständigen Masseure und medizinischen Bademeister LV Bayern e.V., jetzt PVS- Physiotherapieverband der Selbstständigen LV Bayern e.V. 1989 bis 1988 - ehrenamtlicher 2. Bezirksvorsitzender Schwaben/Allgäu 1998 bis März 2007 – ehrenamtlicher Schatzmeister des PVS-Physiotherapieverbandes der Selbständigen, LV Bayern seit März 2007 – ehrenamtlicher 2. Vorsitzender des PVS-Physiotherapieverbandes der Selbstständigen, LV Bayern seit ca. fünf Jahren – Gründungs- und Beiratsmitglied des Internationalen Verbandes aller medizinischen Betriebe und Verbände e.V., Sonthofen (IvamB) seit fünf Jahren – Gründungs- und Beiratsmitglied der Gütegemeinschaft Physiotherapie und Wellnes,, Sonthofen László Kastzner erhält das „Ehrenzeichen des Bayerischen Ministerpräsidenten für Verdienste von im Ehrenamt tätigen Frauen und Männern“. Ehrenämter: 1978-1993 - Gemeinderat der katholischen Stadtpfarrei Heilige Familie Vorsitzender des Liturgierates und Leiter der Männerschola 1978-1990 – Vorstandsmitglied und zeitweise stellvertretender Orts- und Kreisvorsitzender der CSA Kaufbeuren/Ostallgäu 1983 – 1993 – Vorstandsmitglied der Kolpingsfamilie Kaufbeuren und Sachsbereichsleiter „Gesellschaft und Politik“ - 1990- 1994 wählte ihn die Diözesanversammlung des Kolpingwerkes Augsburg zum Verantwortlichen für gesellschaftspolitische Aktivitäten auf Schwaben-Ebene - 1990-1998 – Dekanatsvorsitzender Kaufbeuren und Mitglied des Regionalpastoralrates der Region III und des Diözesanrates der Katholiken, Augsburg - 1995-1998 – berif ihn Bischof Dr. Dammertz in die Bischöfliche Kommission „Ökumene“ der Diözese Augsburg 1990-1996 – Mitglied des Jugendhilfeausschusses der Stadt Kaufbeuren seit 1994 – Vorstandsmitglied der Kaufbeurer Initiative, seit 2004 3. Vorsitzender der KI - seit 1992 wirkt er bei der „Lebenden Krippe“ der KI mit 1994 – Pfarrgemeinderat (nach Umzug) der katholischen Stadtpfarrei St. Martin Vorsitzender des Pfarrgemeinderates seit 1995 – Vertreter der Stadtpfarrei St. Martin im Verein zur Pflege der Städtepartnerschaftsvereins Kaufbeuren seit 2005 – Geschäftsführer des Stadtpartnerschaftsvereins seit 2005 – im Sicherheitsbeirat der Stadt Kaufbeuren

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