Hausdurchsuchung bei 47-jährigem Ostallgäuer bringt ungewöhnlichen Fund

Über 100 selbstgebaute Sprengkörper

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Eine Auswahl der „selbstgebastelten“ Sprengkörper.

Ostallgäu – Durch einen Unfall ist die Polizei in der vergangenen Woche einem Mann auf die Spur gekommen, der ein wahres Arsenal an selbstgebauten Sprengkörpern in seiner Wohnung aufbewahrte.

Wie die Polizei am Mittwochnachmittag der vergangenen Woche meldete, waren im Rahmen einer Unfallaufnahme bei einem 47-Jährigen aus dem westlichen Ostallgäu mehrere selbstgebaute pyrotechnische Sprengkörper gefunden worden. Die Durchsuchungsaktion bei dem Mann verlief laut den Beamten erfolgreich. Gefunden wurden – in der Größenordnung von mehreren Kilogramm – acht Rohrbomben, 92 selbstgefertigte anderweitige Sprengkörper, diverse pyrotechnische Anzündmittel, zwei Behältnisse mit Schwarzpulver und Rohstoffe zur Herstellung der selbstgebauten „Bomben“. Der 47-Jährige hatte sich zudem eine eigene Werkstatt zur Herstellung der Sprengkörper eingerichtet. 

Das Amtsgericht Kempten war es gewesen, das auf Antrag der dortigen Staatsanwaltschaft einen Durchsuchungsbeschluss für die Wohnung des 47-Jährigen erlassen hatte. Durchgeführt wurde die Aktion von der Verkehrspolizeiinspektion Kempten mit Unterstützung des Bayerischen Landeskriminalamts. 

Laut Polizeibericht wurden bei der Durchsuchung noch über 700 Schuss scharfe Munition, sowie eine „scharfe“ Schusswaffe sichergestellt, die der Ostallgäuer illegal besaß, sowie zwei Armbrüste mit Zielfernrohr. Warum der Mann eine solche Menge an Sprengkörpern angefertigt hat und wofür er diese verwenden wollte, ist laut der Meldung der Polizei bisher nicht bekannt. Der Kreisbote wird weiter über den Fall berichten. von kb

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