Den Klimazielen weit voraus

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Den Klimazielen weit voraus. Erster Bürgermeister Josef Schweinberger präsentiert stolz die neueste Auswertung zu Buchloes Stromverbrauch: 63 Prozent wird aus regenerativen Energien gewonnen.

Buchloe – In der Bürgerversammlung am vergangenen Mittwoch stellte 1. Bürgermeister Josef Schweinberger die aktuellsten Zahlen und Ergebnisse der Stadt vor: regenerative Energien, Kanalnetz und Hochwasserschutz stehen auf der Habenseite, Kindergärten hätten noch Ergänzungsbedarf. Die Bürger interessierte in der anschließenden Diskussion besonders die Verkehrssituation (siehe auch Artikel unten).

„Derzeit wohnen in Buchloe und den Ortsteilen 12.841 Einwohner, 164 mehr als im vergangenen Jahr“ verkündete Schweinberger und lobte das Einwohnermeldeamt für ihre zuverlässige Arbeit.

„Auch sind momentan 109 Asylbewerber und Flüchtlinge in Buchloe untergebracht“, bestätigte Schweinberger, „auslaufende Verträge bei den Unterkünften werden derzeit nicht verlängert, die bestehenden Plätze in den Asylbewerberheimen aufgefüllt.“

Im Bereich Kinderbetreuung wurde vor kurzem die neue Kindertagesstätte „Buchloer Storchenkinder“ feierlich übergeben und geweiht (wir berichteten), die Generalsanierung des Kindergartens St. Antonia abgeschlossen. „Der Franziskus Kindergarten als ältester Kindergarten Buchloes, in Betrieb genommen 1898, ist sanierungsbedürftig“, erinnerte Schweinberger. „Wir gehen allerdings von Sanierung durch Abbruch aus.“ Weiterhin beginne man, wegen des Bedarfes und der besonderen Fördersituation, noch im Frühjahr 2017 im Süden Buchloes mit dem Bau eines weiteren Kindergartens.

„Für die Sanierung des 70 Kilometer langen Kanalnetzes sind nächstes Jahr nochmals 400.000 Euro vorgesehen und dann sind wir fertig“, erklärte Schweinberger.

Als gutes Zeichen für den Hochwasserschutz wertete der Bürgermeister, dass niemand etwas von der Hochwasserwarnung im Juni dieses Jahres mitbekommen habe: „Wir befinden uns damit auf der Zielgeraden. Noch gibt es aber bei Starkregen Probleme im Unterdorf von Honsolgen/Hausen“.

Die Sanierung des Hallenbades sei derzeit im Zeit- und Kostenrahmen. „Sie können alle im Oktober 2017 wieder zum Schwimmen ins Hallenbad gehen“, versicherte Schweinberger zuversichtlich.

„Das Krankenhaus St. Josef hat Anfang Juni einen Linksherzkatheter-Messplatz erhalten und seither etwa 110, teilweise lebensrettende, Eingriffe bei Herzerkrankungen vorgenommen“, berichtete Schweinberger stolz und appellierte an die Bürger: „Das Krankenhaus muss noch mehr angenommen werden.“

Das geplante Steueraufkommen werde erreicht, der Haushaltsplan für 2017 nicht geringer werden. Ergänzend mahnte der Rathaus­chef: „Die Einnahmestabilität muss verbessert werden, sonst müssen wir Abstriche an unseren Plänen machen.“ Er erinnerte daran, dass sich bei den Eintrittsgebühren im Freibad seit Jahren nichts geändert habe.

In der anschließenden Fragerunde erkundigte sich Stefan Brand nach Haltemöglichkeiten für Kfz am Bahnhof zum schnellen Aussteigen und Karl Kutter nach zusätzlicher Fläche für den möglichen Kreisverkehr an der Stadtpfarrkirche. Schweinberger konnte bestätigen, dass die Stadt diese Fragen bereits in ihre Pläne einfließen hat lassen.

Abschließend zitierte Schweinberger aus der jüngsten Auswertung der Lechwerke LEW, dass der rechnerische Stromverbrauch in Buchloe zu 63 Prozent aus regenerativen Energien erzeugt werde. Zufrieden meinte das Stadtoberhaupt: „Wir sind damit weit über den Zielen der Bundesregierung von 45 Prozent im Jahr 2025 sowie 60 Prozent im Jahr 2035. Und wir arbeiten weiter daran“.

von Wolfgang Krusche

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