Raum für Kreativität

Gerne nutzten Familienangehörige und interessierte Besucher die Gelegenheit beim “Tag der offenen Tür” den Schülerinnen der Berufsfachschule für Glas und Schmuck in Neugablonz bei ihrer kreativen Arbeit zuzuschauen Foto:Simm

Traditionell lädt die Staatliche Berufsfachschule für Glas und Schmuck einmal jährlich zu einem “Tag der offenen Tür” ein, um Verwandten und Gästen Einblicke in die kreativen Schaffensprozesse der Schüler zu geben. Die Besucher waren begeistert davon, den jungen Kreativen bei ihrer Arbeit zu zuschauen und staunten über die Fingerfertigkeit.

Schon zur offiziellen Eröffnung am Samstagmorgen war in der Aula der Berufsfachschule kaum noch ein Durchkommen möglich. Neben den Schülern waren bereits viele Eltern und Freunde anwesend, die teilweise von weit her anreisten, wie die unterschiedlichsten Autokennzeichen rund um die Schule anschaulich bewiesen. Die Fachschule hat unverändert für handwerklich kreativ begabte Menschen bundesweit Magnetwirkung und erfreut sich großen Zuspruchs. Aktuell werden an der Schule 114 Frauen und Männer ausgebildet. Jahr für Jahr bewerben sich deutlich mehr junge Erwachsene als Plätze zur Verfügung stehen. “Vor allem bei den Gold- und den Silberschmieden ist die Nachfrage deutlich größer als die Zahl der Plätze”, erklärt Schulleiter Gottfried Göppel, der bereits seit Jahren auf eine Erweiterung und Modernisierung des Schulgebäudes drängt, denn die Kapazitäten des Komplexes am Dürerweg seien längst ausgeschöpft. Auch bei der diesjährigen Eröffnung machte Göppel wieder auf die Raumsituation aufmerksam und dankte zugleich der Stadt für das bisherige Entgegenkommen. Sichtlich stolz sind Göppel und die Fachlehrer auf die Schaffenskraft des Nachwuchses, sowohl bei der Organisation für den “Tag der offenen Tür” mit dem Motto “Handwerk, Kunst und Kultur” als auch bei der Herstellung der handwerklichen Arbeiten. Die Besucher konnten von den Spuren der Projektarbeiten anhand von Entwürfen über die Entstehungsprozesse bis hin zu den fertigen Unikaten die Arbeit der Schüler verfolgen, die größtenteils von viel Phantasie geprägt sind. Bei den Goldschmieden gab es die Vorbereitung von Ohrschmuck zu entdecken, wo derzeit Modelle in Horn gefertigt werden. Die Silberschmiede präsentierten dekorative Kannen und Becher. Das Prägen von Münzen zog die Blicke bei den Graveuren auf sich. Höchste Konzentration war von den Glasperlenwicklern gefordert. Schon seit 1992 pflegt die Berufsfachschule für Glas und Schmuck aus Neugablonz eine Partnerschaft mit der Kunstgewerbeschule in Gablonz. Der 1. Jahrgang der Glasmaler fährt immer zu einer Malwoche nach Südböhmen. Seit 2007 nehmen sie zudem am “Internationalen Schmucksymposium” in Tschechien teil. Regelmäßiger Schüleraustausch mit Workshops hält die Freundschaft aufrecht. Vielfältige Arbeiten gab es außerdem bei der Ausstellung der Schülerbeiträge der Glas- und Porzellanmaler für den schulinternen Danner-Wettbewerb 2010 zu bewundern, der unter dem Motto “Wasser” stand. Christina Kunschke und Lisa Natterer heißen die beiden Erstplatzierten.

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