Sanierungsplan steht

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Der Alt- und Mittelbau der Staatlichen Realschule in Obergünzburg muss saniert werden. Dabei soll auch aus den zusammengestückelten Gebäuden eine organische Einheit werden

Landkreis/Obergünzburg – In der jüngsten Kreisausschusssitzung ging es auch um die Sanierung der Staatlichen Realschule in Obergünzburg. Deshalb hatte man kurzerhand die Sitzung in ein Klassenzimmer der Realschule verlegt, damit sich der Ausschuss gleich vor Ort einen umfassenden Überblick von den Notwendigkeiten machen konnte.

Der Alt- und Mittelbau der Staatlichen Realschule stehen vor einer notwendigen Sanierung. In der Vergangenheit war die Schule immer wieder nach Bedarf „angestückelt“ worden. Deshalb wollte man nun möglichst die Lösung aus einem Guss.

Thomas Meusburger vom Büro F64 Architekten aus Kempten stellte die neuen Anforderungen vor und schilderte Möglichkeiten zur ganzheitlichen Lösung. In einigen Sondierungsmaßnahmen hatten sich die Architekten über die verwendeten Baustoffe und Materialien in Kenntnis gesetzt. Vom Raumprogramm der Schulaufsicht war ein vertiefter Vorentwurf vorgelegt worden. Dieser zeigte, dass die Schülerzahlen weitestgehend stabil waren und bleiben werden, aber mit mehr Gastschülern zu rechnen sei. Es fehlen eigentlich sechs Klassenzimmer und weitere Fachräume. Durch das Fachraumprinzip mit wechselnden Klassen können jedoch organisatorisch zwei Klassenräume eingespart werden.

Meusburger präsentierte seinen Plan für die Umgestaltung mit der zentralen Verlegung der Aula im Erdgeschoss in den jetzigen Zwischenbau. Von dort aus gehe die Verzweigung jeweils in den Altbau und den Neubau. Die bisherige Aula im Altbau werde durch das Einbringen einer Zwischendecke die neuen Klassenzimmer aufnehmen können. Der Naturwissenschaftliche Bereich werde im Neubau angesiedelt, die Verwaltung residiere zentral im Zwischenbau über der Aula.

Das zweite Obergeschoss des Mittelbaus werde zum Vollgeschoss ausgebaut und nehme dann den Fachbereich Informatik auf. Das Dachgeschoss beherberge die Lüftungsanlage und es ergebe sich auf dem Flachdach Platz für eine mögliche Photovoltaikanlage. Neue Treppen im Zwischenbau sollen besseren Zugang zu den Zwischengeschossen im Altbau gewährleisten. Für den zentralen Zugang sei ein Vordach vorgesehen, ebenso solle der Außenbereich und die Parkplätze neu gestaltet werden.

Wegen der Versorgung mit Fernwärme sei keine neue Heizung notwendig, erklärte das Planungsbüro KTO Engineering, die neue Aula und die neuen Klassenzimmer würden mit raumklimafreundlicher Fußbodenheizung ausgestattet. Bei der zentralen Lüftungsanlage arbeite man mit Wärme-, und der sehr wichtigen Feuchterückgewinnung der Abluft, wichtig im Winter gegen trockene Luft. In einer Mediensäule, die in jedem Klassenzimmer gleich sein solle, seien dann alle Zugänge zeitgemäßer Daten- und Medientechnik für die Lehrkräfte verfügbar.

Mit einstimmigem Beschluss wurden die Vorschläge vom Ausschuss angenommen. Die veranschlagten Kosten von 11,7 Millionen Euro werden mit sechs Millionen Euro gefördert. Schulleiter Hans-Jürgen Bäuml und seine Stellvertreterin Petra Westhäuser zeigten sich erleichtert, dass nun auch die Schulküche aus dem zweiten Stock ins Erdgeschoss verlegt werden könne. Anlieferungen der häufig genutzten Einrichtung müssen bisher mit Muskelkraft bis in den zweiten Stock transportiert werden.

Landrätin Maria Rita Zinnecker freute sich, mit der „neuen“ Staatlichen Realschule dann wieder einen Baustein aus einem Stück in der zertifizierten Bildungslandschaft Ostallgäu zu haben.

von Wolfgang Krusche

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