Strich durch die Rechnung

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Gängiges Bild an der Spittelmühlkreuzung: Der Grund für die Verzögerung an der Baustelle und den Stau sind die Regenmassen der vergangenen Wochen.

Kaufbeuren – In den Augen vieler Autofahrer scheint bei der Spittelmühlkreuzung nicht viel voranzugehen. Bürger tragen an die Stadt heran, dass sie dort jeden Tag im Stau stehen, an der Baustelle aber nur „verhaltene Aktivität“ wahr nehmen. Der Grund für die Verzögerungen liegt an den vielen Niederschlägen in den vergangenen Wochen, erklärte Helge Carl, Baureferent der Stadt, im jüngsten Bauausschuss.

Der ursprüngliche Plan war, die bestehende Brücke abzubrechen und einen Neubau zu schaffen, was relativ kostenschonend und die „korrekte Bauweise“ wäre, so Carl. Dazu muss das Grundwasser so niedrig stehen, dass man bauen kann. Die auftretenden Regenmassen haben dieser so genannten „Lösung A“ jedoch einen Strich durch die Rechnung gemacht, so dass es derzeit zu Verzögerungen an der Baustelle kommt. 

Um Abhilfe zu schaffen, wird zeitgleich ein anderes Planungskonzept geprüft, so Carl. Hierbei handelt es sich um eine Bohrpfahlwand, bei der man so viele Pfähle in die Tiefe bohrt, bis das Grundwasser ausgesperrt werden kann. „Der Zeitpunkt kann kommen, an dem es nötig wird, auf Lösung B umzuschwenken“. Diese werde so weit vorbereitet, dass man bei Bedarf abweichen könnte. Die Baufirma arbeite aktiv an einer Lösungsfindung mit. Allerdings sei diese Vorgehensweise aufwändiger, kostenintensiver und benötige noch die Genehmigung des Wasserwirtschaftsamtes. Außerdem handele es sich um eine geförderte Maßnahme, wofür bei Planänderung ein Einverständnis erteilt werden müsse, so Carl.

OB Stefan Bosse kommentierte treffend: „Keiner will auf einer maroden Brücke einbrechen, aber niemand will im Stau stehen“.

Wäre alles nach Plan verlaufen, sollte der erste Bauabschnitt im nördlichen Teil bereits fertig sein. Carl rechnet mit einer Verzögerung von mindestens sechs Wochen.

von Martina Staudinger

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