Rund 2500 Besucher beim Blaulichttag in Marktoberdorf

Retten, Löschen, Bergen

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Gekonnt und mit sicheren Handgriffen befreien die Rettungskräfte der Freiwilligen Feuerwehr Marktoberdorf eine eingeklemmte Person aus ihrem Fahrzeug.

Marktoberdorf – Was einen waschechten Feuerwehrmann ausmacht? Das konnten die zahlreichen Besucher des Blaulichttags am vergangenen Samstag in Marktoberdorf hautnah erleben.

So ein richtiger Feuerwehrmann darf demnach nicht wasserscheu sein (auch nicht, wenn die Jugend ihre Brandübung absolviert), er muss dagegen unbedingt schwindelfrei sein (das neue Drehleiterfahrzeug befördert ihn nämlich flugs auf über 30 Meter), und er muss mit anpacken können – egal ob es um den mehr als 20 Kilogramm schweren Rettungsspreizer oder um den Grill in der Bratwurstbude geht. Die Kameraden der Feuerwehr Marktoberdorf haben bewiesen, dass auf sie Verlass ist. Beim Retten, Löschen und bei ihrem großen Tag der offenen Tür am vergangenen Samstag.

Bis zu 2500 Besucher strömten zum Feuerwehrgelände an der Kaufbeurener Straße, vor allem dann, wenn die Floriansjünger schweres Gerät zu spektakulären Einsätzen auffuhren. Bei der Vorführung des Einsatzszenarios „Verkehrsunfall mit eingeklemmter Person“ zeigten die Rettungskräfte von Feuerwehr und Rotem Kreuz eindrücklich, wie das Auto zerschnitten, der verunglückte Fahrer betreut und aus seinem Wagen befreit den Sanitätern übergeben wurde. Mehrere, bereits schrottreife Unfallautos fielen an diesem Tag übrigens Spreizer und Schere zum Opfer. Auch die Jugend bewies bei ihrem Übungseinsatz „Brandbekämpfung“, dass sie den Befehl „Wasser marsch“ durchaus ernst nahm. Auf ein tatsächliches Feuer musste jedoch aufgrund der Windentwicklung am Samstagnachmittag verzichtet werden. Spektakulär auch die Vorführung des Drehleiterfahrzeugs, das seit knapp einem Jahr in Marktoberdorf stehe und immer häufiger bei der Rettung von Personen aus höher gelegenen Stockwerken zum Einsatz komme, wie der erste Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr Marktoberdorf, Rasso Rehle, erklärte.

Rehle führte locker und informativ durchs Programm und hob eindrücklich die Arbeit der allesamt ehrenamtlichen Einsatzkräfte Marktoberdorfs und der Ortsteilfeuerwehren hervor. So konnten sich auch die prominenten Gäste aus der Politik und der Wirtschaft von den Aufgaben, Herausforderungen und der Leidenschaft des Ehrenamts überzeugen. Zum Forum „Politik und Wirtschaft trifft Ehrenamt“ kamen Bürgermeister Dr. Wolfgang Hell und zahlreiche Stadträte, Landrätin Maria Rita Zinnecker sowie die Abgeordneten aus Landtag und Bundestag, Angelika Schorer und Stephan Stracke. Neben der Freiwilligen Feuerwehr präsentierten sich auch das Bayerische Rote Kreuz, die Wasserwacht, das Technische Hilfswerk, die Polizei sowie die Werksfeuerwehr Agco/Fendt beim Blaulichttag in Marktoberdorf. Ein Tag der Rettungsdienste also, der vor allem die Kinder begeisterte: Einmal auf dem Polizei-Motorrad das Blaulicht anschalten, im Feuerwehrauto ganz vorne sitzen oder mit dem dicken Feuerwehrschlauch das brennende (Puppen)haus löschen! Ab 14 Jahren können Jugendliche übrigens zur Feuerwehr dazustoßen. Was sie dabei mitbringen sollten, konnten sie ja bereits beim Blaulichttag aus erster Hand erfahren.

Von Angelika Hirschberg

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