Auf dem richtigen Weg

Ein Steg durch den See: Für den geplanten Rundweg könnte eine Abzweigung in den Bärensee in südlicher Richtung an dieser Stelle beginnen. Foto: Becker

Der Bau- und Umweltausschuss der Stadt hat in seiner letzten Sitzung das „Naherholungskonzept Bärensee“ gebilligt und dem Stadtrat die Beschlussfassung empfohlen. Stadtplaner Toni Immler von Planum Allgäu hatte zunächst das Konzept nochmals vorgestellt: „Das Potenzial des Bärensees im Verbund mit der Wertach bietet große Chancen der Naherholung mit einer stärkeren Anbindung an die Stadt.“ Klar ist allerdings auch, dass die Umsetzung nur in kleinen Schritten erfolgen kann. Deutliche Zustimmung bekamen die vorrangigen Maßnahmen eines Rundweges um den Bärensee und ein neuer Steg in der Verlängerung des Auweges.

Bei seiner Vorstellung kam es dem Stadtplaner darauf an darzustellen, dass durch sanfte, naturverträgliche Entwicklung ein attraktives Naherholungsgebiet entstehen kann. Dabei liegt die Konzentration auf der Freizeitnutzung am Nordostufer des Bärensees. Die Aufwertung der Wertach bis in die Stadt als „Grünes Band“, die Einbeziehung Hirschzells und die Eindämmung des motorisierten Individualverkehrs bilden die wesentlichen Schwerpunkte des Konzeptes. In einer Vielzahl von Maßnahmen mit Einzelschritten wird die mögliche Realisierung auf einer offenen Zeitachse vorgestellt. Im Westbereich an der B 16 konnte mit einem betroffenen Grundstücksbesitzer keine Einigung für einen Rundweg erzielt werden. Nach Auffassung von OB Stefan Bosse kommt daher nur eine Steglösung im Seebereich in Betracht. Gerhard Bucher seitens der CSU ergänzte, dass es genügend Beispiele dafür auch in anderen Biotopen gäbe. Bernhard Pohl von den Freien Wählern befürchtete eine zu starke Entwicklung im Besucher-Tourismus. Für Grünenstadtrat Wolfgang Hawel war wichtig, dass die Parksituation von der Hirschzeller Ostseite auf die Westseite des Ufers verlagert wird. Großes Lob für „das ausgewogene Konzept“ kam von Hans Häußer seitens der KI. Insbesondere sind Schritte zu begrüßen, die ohne allzu großen finanziellen Aufwand einen Nutzen bringen. Die punktuelle Aufwertung des „Panoramaufers“ südöstlich des Bärenseekraftwerkes mit Sitzquadern und Bänken sowie das Eindämmen des Parkens an dieser Stelle ist eine Möglichkeit. Eine Spiel- und Liegewiese für Schulklassen, Familien und Jugendgruppen am See wäre wünschenswert. Infotafeln über den Stausee und die Wertach an markanten Stellen im Rahmen eines Rundweges um den Bärensee weisen auf Besonderheiten hin. Und mit einem neuen Steg über die Wertach in Verlängerung des Auweges zur Westseite wird eine bessere Anbindung des Dorfes für Fußgänger und Radfahrer zur Stadt erreicht. Kaufbeurer Elixier Wann und in welchem Umfang mit der konkreten Umsetzung der ersten Maßnahmen des Naherholungskonzeptes begonnen werden kann, hängt vom Votum des Stadtrates und der zur Verfügung stehenden Mittel ab. Wobei 170.000 Euro bereits im Haushalt eingestellt sind. Doch mit der Empfehlung einer Priorisierung ist ein wichtiger Schritt getan. Und vielleicht kommt eines fernen Tages doch noch das im Konzept beschriebene Lebensgefühl dabei heraus: „Etwas Englischer Garten, etwas Isarauen, etwas Landsberger Lech mit einer Prise Elbsee gemischt zu einem speziellen ‘Kaufbeurer Elixier’“.

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