26. Berufs-Infotag des Arbeitskreises Schule-Wirtschaft KF

Besucher-Rekord aufgestellt

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Handwerkliches Geschick gefragt: Bei den Schreinern dürfen beim Berufs-Infotag Vogelhäuschen zusammengebaut und angestrichen werden.

Kaufbeuren – Einen neuen Besucherrekord konnte der 26. Berufs-Infotag des Arbeitskreises Schule-Wirtschaft im Sparkassen-Foyer verzeichnen: Mehr als 5.500 Interessenten haben am vergangenen Sonntag die Gelegenheit wahrgenommen, sich bei 56 Ausbildungsbetrieben und Bildungseinrichtungen über rund 150 Berufsbilder zu informieren.

Zu den Kriterien für einen erfolgreichen Start in den Traumberuf zählt auch die möglichst frühzeitige Bewerbung. Daher kommen viele Jugendliche mit ihren Eltern bereits ein bis zwei Jahre vor ihrem Schulabschluss zum Berufs-Infotag, um festzustellen, was es für Berufe gibt, die ihren Neigungen entsprechen, welche Voraussetzungen sie dafür mitbringen müssen und wie die Verdienstmöglichkeiten sind. 

Für die Betriebe stellt die Veranstaltung ebenfalls eine wichtige Kontaktbörse dar, denn, so MdB Stefan Stracke, „die Azubis von heute sind die Fachkräfte von morgen!“ Den Fachkräftemangel sprach er auch in seiner Begrüßungsrede an. Stracke, der bereits zum vierten Mal als Schirmherr fungiert, führte aus, dass die Fachkräftesicherung ein Schlüsselthema der deutschen Wirtschaft und für Mittelständler neben der Energiethematik die größte Herausforderung sei. 

Prognosen gehen davon aus, dass die Bevölkerung im erwerbsfähigen Alter 2030 bundesweit um fünf Millionen geringer als heute sein wird. Dem begegnen die Betriebe, indem sie durch Schnupperpraktika oder duale Studiengänge/Betriebsakademien frühzeitig vielversprechenden Mitarbeiternachwuchs an sich binden. 

Daher wurden die Jugendlichen und ihre Eltern auch auf dem Kaufbeurer Berufs-Infotag nach Kräften umworben. Während der Bundesverband der Gablonzer Industrie mit Bausteinaufgaben das räumliche Vorstellungsvermögen testete, die Raumausstatter- und Sattlerinnung Interessierte eine Handytasche aus Leder fertigen ließ oder bei den Schreinern ein Vogelhäuschen zusammengebaut und angestrichen werden durfte, setzte eine Baufirma mit einem Kickertisch auf den menschlichen Spieltrieb, um Interessenten anzulocken. Auch die Herstellung von Weichkäse wurde von einem Auszubildenden in der Milchtechnologie vorgeführt. 

30-jähriges Jubiläum des AK Schule-Wirtschaft 

Rudolf Wisbauer, der Leiter der Marien-Realschule und des Arbeitskreises Schule-Wirtschaft, erhielt zum 30-jährigen Jubiläum des 1985 von ihm mitbegründeten Arbeitskreises einen Präsentkorb. Allerdings wies er darauf hin, dass 1985 lediglich die partnerschaftliche Zusammenarbeit der Realschule mit fünf Betrieben beschlossen wurde. 

Der eigentliche, bayernweite Arbeitskreis Schule-Wirtschaft sei dann im Dezember 1986 angelaufen. Zusätzlich zum Berufs-Infotag hat im Sparkassengewölbe „BIZ-mobil“ (die mobile Berufsinformationsstelle des Arbeitsamtes) wieder vier PC-Inseln aufgebaut. Bis zum 13. März stehen diese zur Verfügung.

von Ingrid Zasche

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