Stadtrat segnet Sanierung der Fußgängerzone einstimmig ab

Jetzt kann es losgehen

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In der Kaiser-Max-Straße sind die Lichtschächte noch mit Stadtwappen versehen. Bei der Sanierung wird zukünftig darauf verzichtet.

Kaufbeuren – Jetzt also kann sie auf den Weg gebracht werden, die Sanierung der Fußgängerzone.

Der Stadtrat hat in seiner Sitzung am Dienstag das rund vier Millionen-Euro-Projekt (inklusive Kanal) mit all seinen Facetten genehmigt. Laut Baureferatsleiter Helge Carl sollen bereits in vier Wochen die Ausschreibungen der Aufträge für Bauunternehmer und Handwerker beginnen.

Einstimmig ist der Beschluss zur Entwurfsplanung der Sanierung der Fußgängerzone ausgefallen. Damit steht einem Baubeginn im Frühjahr nichts mehr im Wege. Läuft alles nach Plan, könnten die Arbeiten bereits Ende 2017 abgeschlossen sein.

Auch beim Belag hat sich der Stadtrat an der Empfehlung des Bauausschusses orientiert. Demnach wird es das Pflasterbelagsmuster der Variante „K“ sein. Ein grauer Granitstein, dessen Oberfläche geflammt ist. Diese hat eine aufgeraute und damit rutschsichere Oberfläche. Festgelegt hat sich das Gremium auch auf die Beleuchtung des Typs Tegernsee (siehe Foto).

Ebenfalls angedacht ist ein Trinkbrunnen auf dem Obstmarkt, nachdem das Wolkenhaus an einen neuen Platz versetzt werden wird. Der Trinkbrunnen soll, wie berichtet, ebenfalls aus Granit gefertigt sein und sich in drei Ebenen gliedern, damit auch Kinder – und etwas tiefer – Hunde daraus trinken können. Bei der Möblierung der Fußgängerzone sollen Bänke mit seitlichen Stahlwangen zum Einsatz kommen.

Ein Frage hatte dann der Stadtrat doch noch zu klären. Sollen die Lichtschachtabdeckungen oder die Kanaldeckel mit dem Kaufbeurer Wappen versehen werden? Baureferatsleiter Carl hätte das Stadtwappen aus Kostengründen gerne auf den Lichtschächten gesehen. Der Grund: Die Stadt müsste in der Summe 50 Stück dieser gusseisernen Deckel bestellen, gebraucht würde für die Fußgängerzone aber lediglich zwölf. Der Rest müsste eingelagert und bei Bedarf verwendet werden. Doch Kanaldeckel halten in der Regel sehr lange, gab Carl zu bedenken und ein genereller Austausch der Neuen mit Wappen wäre logistisch problematisch. Dafür hatte OB Stefan Bosse jedoch schon die Lösung, denn wenn jeder Stadtrat einen Kanaldecke austauschen würde, wären wir schnell durch, scherzte er. Darüber hinaus gab er zu bedenken, dass die Mehrkosten (20 Euro pro Stück) für die Anschaffung der Kanaldeckel mit Wappen mit Blick auf die gesamte Bausumme von rund vier Millionen Euro nicht wirklich ins Gewicht fallen würden. Zudem wisse er, dass die Partnerstadt Ferrara schon lange auf ein solches Objekt mit Wappen-Prägung warte. Dort befinde sich, laut Bosse, eine der größten Kanaldeckelsammlungen.

Letztlich entschied sich der Stadtrat für die Anschaffung der Kanaldeckel mit Stadtwappen. Die Lichtschachtabdeckungen sollen in der kleineren Maschenweite von einem mal einem Zentimeter und ohne Wappen realisiert werden.

Für Oberbürgermeister Bosse stellt der einstimmig gefasste Beschluss einen guten Start für das Fußgängerzonen-Projekt dar. „Zeigt es doch, dass der Stadtrat zu 100 Prozent dahintersteht“.

Von Kai Lorenz

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