Im Ostallgäu ist der Gast König

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Märchenhaft und mystisch, aber trotzdem mit allen Vorzügen einer modernen Urlaubsregion – so möchte sich das Ostallgäu künftig seinen Gästen präsentieren.

Landkreis – Das Ostallgäu mit seinen Bergen und Seen ist eine wahrhaft königliche Landschaft – und bietet Einheimischen und Gästen rund ums Jahr unzählige Freizeitmöglichkeiten. Um die Vorzüge des Allgäus als Urlaubs- und Freizeitregion noch mehr heraus zu stellen, hat die Allgäu GmbH zusammen mit dem Tourismusverband schon seit längerem ein Konzept zur sogenannten „Destinationsentwicklung“ erstellt, einer der neun Erlebnisräume ist die Schlossparkregion zwischen Kaufbeuren und Füssen, die vergangene Woche im Landratsamt in Marktoberdorf präsentiert wurde. 

Nicht die Anzahl der Freizeitangebote sei entscheidend – sondern es sollen Geschichten erzählt, dem Gast ein einmaliges Erlebnis geboten werden, so die Kernaussage von Robert Frei vom Tourismusamt Ostallgäu. Natürlich seien Angebote wie W-LAN oder strukturiert ausgeschilderte Wanderwege wichtig. Aber: Den Horizont erweitern, Land und Leute hautnah kennenlernen, magische Momente und Herzlichkeit erleben – das sei es, was die Gäste heutzutage anziehe und eine Urlaubsregion von anderen abhebe, so Frei. Allein in der Schlossparkregion haben die sieben Städte beziehungsweise Gemeinden Kaufbeuren, Pfronten, Schwangau, Marktoberdorf, Halblech, Füssen und Seeg jeweils ein Motto auserkoren, das das jeweilige Ziel unverwechselbar macht. Von der Entstehung der Landschaft aus urzeitlichen Gletschern war da die Rede, von Schlössern, Seen, König Ludwig und Crescentia. Seeg beispielsweise präsentiert sich als „Honigdorf“, Halblech als „Musik-Gemeinde“ und Schwangau als „Heimat der Könige“. 

Gastgeber in der Pflicht

Nun komme es als nächsten Schritt darauf an, diese Angebote auch mit Leben zu füllen, erklärte Frei. Der Landkreis Ostallgäu setzt hier vor allem auf die Mitarbeit der Gastgeber, denn: „Werbung ist eine wichtige Sache. Aber wenn der Gast dann beim Gastgeber landet, müssen die Konzepte stimmen“. Möglichkeiten für die Gastgeber seien hier unter anderem die Entwicklung einzelner Angebote, die auf das Thema Schlosspark abgestimmt seien, wie zum Beispiel Themenzimmer, besondere gastronomische Highlights oder grundsätzlich die Beteiligung an der „Königscard“. Das Schlosspark-Konzept unterstütze hier vor allem in Sachen Vernetzung, die Abstimmung von Werbung innerhalb der Region und Hilfe bei der einzelnen Produktentwicklung. Auch die einzelnen „Tourist Informations“ seien ein wichtiger Partner: Als Service- und Informationsstelle, aber auch als Startplatz für einzelne Aktivitäten. 

Man stehe hier laut Robert Frei vom Tourismusverband weiterhin vor einer großen Aufgabe. „Das Ostallgäu ist eine einzigartige Ferienregion, jetzt kommt es auf ein gutes Marketing an. Da ist noch Luft nach oben, wir müssen einfach in Zukunft schauen was alles möglich ist“. 

Einen besonderen Tipp für alle, die jetzt Lust bekommen haben, das Ostallgäu mit Beginn der warmen Jahreszeit zu entdecken, hatte Landrätin Maria Rita Zinnecker (CSU) am Ende der Veranstaltung: Die „Schlossparkrunde“, ein Radwanderweg, der vom ADFC mit fünf Sternen ausgezeichnet wurde. Sie erfasst mit ihrer Länge von rund 219 Kilometern den gesamten Landkreis.

Mehr Infos zum Erlebnisraum „Schlosspark“ gibt es unter www.schlosspark.de.

von Michaela Frisch

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