Schnell zum Bildungsangebot

Das Schlagwort „Lebenslanges Lernen“ geistert immer mehr durch die Medien. Dass Bildung oberste Priorität in jedem Alter habe, sieht auch Landrat Johann Fleschhut und freut sich zusammen mit Kaufbeurens Oberbürger- meister Stefan Bosse über die Bewilligung des Leader-Projektes „Bildungspakt Ostallgäu-Kaufbeuren“.

Wo kann ich meinen Schulabschluss nachholen, Chinesisch lernen, Buchführungskurse oder Kurse im Gesundheitswesen belegen? Um diese Fragen schnell und ohne großen Aufwand für die Bürger Kaufbeurens und des Ostallgäus zu beantworten, richtet der Land- kreis Ostallgäu zusammen mit der Stadt Kaufbeuren eine qualifizierte Bildungsberatung ein. Leader-Fördermittel gibt es dafür vom Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AELF). Als Bildungsberater fungieren ab sofort Christiane Manthey (Landratsamt) und Jürgen Wendlinger (Volkshochschule Kaufbeuren), die sich auch um die Einrichtung eines Internet-Portals kümmern werden, das Anfang 2010 online geht. Oberste Priorität bei dem Portal: „Die Bürger müssen schnell die Angebote finden“, verdeutlicht Manthey. Die Beratung konzentriere sich derzeit noch auf E-Mails, Telefon und das persönliche Gespräch, so Wendlinger. Beide wollen die Bürger „schnell dort hin bringen, wo sie die Infos finden“, führt Wendlinger aus. Das südliche Landkreisgebiet – Marktoberdorf, Füssen, Lechbruck, Obergünzburg etc. – wird von Manthey betreut und für das nördliche Gebiet – Kaufbeuren, Buchloe, Waal etc. – ist Wendlinger zuständig. Um die Bürger gezielt durch das große Bildungsangebot zu lotsen, vernetzen die beiden Berater die Bildungsanbieter, wie die IHK, die Volkshochschulen in Biessenhofen, Marktoberdorf, Kaufbeuren, Buchloe, Obergünzburg und Füssen, das katholische Kreisbildungswerk oder die Kolping-Bildungszentren. Angedacht sei auch „die Verzahnung von 'Lernen vor Ort' und dem Bildungspakt“, sagt Oberbürgermeister Bosse. Das vom Europäischen Sozialfonds für Deutschland geförderte Projekt in Kaufbeuren wird von Manuela Mayer, Bildungskoordinatorin, betreut. Sie wird im Zuge des Projekts „Lernen vor Ort“ alle Bildungsangebote „für Kinder bis zu den Senioren“ in Kaufbeuren bündeln und könnte diese Daten dem Bildungspakt zur Verfügung stellen. Denn „Bildung zieht sich durch alle Bereiche des Lebens“, betont Bosse. Das Leader-Projekt ist zunächst auf drei Jahre angelegt, doch dass es „nach den drei Jahren weitergeht“, ist Landrat Fleschhut jetzt schon der festen Überzeugung. Dr. Alois Kling, Leiter des AELF in Kempten, hebt hervor: „Vom Bildungspakt können alle Erwachsenen der Region profitieren, die sich persönlich oder beruflich weiterbilden möchten.“ Für die geplanten Maßnahmen mit Kosten in Höhe von 188000 Euro stehen, laut dem Allgäuer Leader-Manager Ethelbert Babl vom AELF in Kempten, jetzt rund 92000 Euro zur Verfügung. Wer sich nach entsprechenden Bildungsmöglichkeiten erkundigen möchte, kann sich bei den Bildungsberatern melden: Chris- tiane Manthey, Landratsamt Ostallgäu, Tel. 08342/911-293 oder E-Mail: Christiane.Manthey @lra-oal.bayern.de. Jürgen Wendlinger, Volkshochschule Kaufbeuren, Tel. 08341/999690 oder E-Mail: wendlinger@vhs-kaufbeuren.de.

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