Schneller unterwegs

Die Elektrifizierung der Eisenbahnstrecke von Buchloe über Kaufbeuren und Kempten bis nach Lindau würde langfristig für die Passagiere eine kürzere Fahrzeit als positiven Effekt mit sich bringen. Daher setzen sich die Mitglieder des Regionalen Planungsverbandes Allgäu für die Aufnahme des Vorhabens in den Bundesverkehrswegeplan ein.

Seit vielen Jahren wird auf allen Ebenen über eine Verbesserung der Bahnanbindung des Allgäus diskutiert. Im Fokus steht dabei die so genannte „Südachse“, sprich die Strecke von Buchloe bis Lindau. Minis- terpräsident Horst Seehofer sicherte seine Unterstützung für die geplante Elektrifizierung der Strecke bereits im Sommer 2009 zu. In Anschluss daran fand ein Gespräch mit Vertretern der Deutschen Bahn statt, von dem Stefan Bosse als Vorsitzender des Regionalen Planungsverbandes Allgäu den Teilnehmern der Sitzung berichtete. Die Bahn habe derzeit „keine Absichten die Südachse zu ertüchtigen“, da sie die Meinung vertritt, mit dem Einsatz der Neigetechnik zum Fahrplanwechsel 2011/2012 werde bereits ein „zunächst zufrieden stellender Zustand“ erreicht, sagt Bosse. Allein durch die Einführung der Neigetechnik sei der zu erwartende Fahrzeit- gewinn jedoch eher gering. Doch eine kürzere Fahrtzeit hat insbesondere für die Pendler Bedeutung. Der Regionale Planungsverband Allgäu fordert die Elektrifizierung der Strecke, um auch eine bessere Verknüpfung des vorhandenen Schienenverkehrs mit dem sonstigen Personennahverkehr zu erreichen. Schnittstelle sei bei Buchloe, da die Strecke von München über Memmingen nach Lindau elektrifiziert wird. Und in der anderen Richtung geht es von Buchloe „immer schön mit Diesel weiter“, fügt Kemptens Oberbürgermeister Dr. Ulrich Netzer an: „Diese Schnittstelle in Buchloe muss baldmöglichst wieder weg.“ Resolution beschlossen In der Sitzung haben die Mitglieder einstimmig eine Resolution beschlossen, um die Aufnahme des Projektes in den neuen Bundesverkehrswegeplan zu erzielen, der derzeit vorbereitet wird. Die alte Fassung stammt aus dem Jahr 2003. Die Bayerische Staatsregierung wird nun schriftlich darum gebeten, sich für die Aufnahme im Bedarfsplan mit vordringlichem Bedarf einzusetzen.

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