Schönes Fest mit bitterem Beigeschmack

Ein himmlisches Gespräch: Der sechsjährige Johannes spricht mit dem Christkind. Foto: Becker

Christkind, Nikolaus und Engelchen sorgten für glänzende Kinderaugen beim Weihnachtsmarkt in Neugablonz. Schneebedeckte Bäume und Hütten mit ihrer Beleuchtung leisteten mit ihrer Kulisse ebenfalls einen Beitrag für das zauberhafte Ambiente. Die Klänge weihnachtlicher Musik und Darbietungen auf der Bühne taten ihr Übriges. Die Besucherzahlen an allen Tagen waren eine Bestätigung für den Veranstalter. Doch erstmals gab es auch Schattenseiten in der Vorbereitung des Weihnachtsmarktes. Randalierer waren in Hütten eingebrochen und hatten Sachschäden verursacht. Außer- dem sagte der Verein der Russlanddeutschen seine Beteiligung ab. Zum Leidwesen der Initiative Neugablonz (IN) als Organisator und aller beteiligten Vereine mit ihren fleißigen Helfern.

Oberbürgermeister Stefan Bosse freute sich bei der Eröffnung über die „traumhafte Kulisse“ und bezeichnete den Weihnachtsmarkt als „einen der schönsten Plätze in der Stadt“. Und das Angebot der zehn beteiligten Vereine konnte sich sehen lassen. Alpenverein, Evangelische Christuskirche, DLRG, Feuerwehr, Fischereiverein, Gustav-Leutelt-Schule, die Kindergärten „Guter Hirte“ und vom Jeschkenweg, die Wertachtal-Werkstätten und die IN hatten ihre Angebote abgestimmt. So war dem herzhaften Genuss von verschiedenen Broten, Brat- und Räucherwürsten sowie Fischvarianten und Haluschken keine Grenze gesetzt. Aber auch Apfelküchle, Waffeln und gebrannte Mandeln waren im Angebot. Die traditionellen Getränke vom Kinderpunsch über Glühwein, Jägertee und Feuerzangenbowle sorgten für Wärme bei den tiefen Temperaturen. Und das Schöne: Die Erlöse fließen guten Zwecken zu. Mit Kindern für Kinder Die beteiligten Kindergärten und die Gustav-Leutelt-Schule boten Aufführungen und für die stimmungsvolle musikalische Umrahmung sorgten die Musikvereinigung Neugablonz, der Musikverein Irsee und die Martinsbläser. Spannend und ruhig wurde es jeden Abend, wenn das Christkind am Fenster erschien und eine Geschichte aus seinem goldenen Buch vorlas. Und eine lange Warteschlange bildete sich bei St. Nikolaus, der am goldenen Telefon für die Kinder den Kontakt zum Christkind möglich machte. Eine junge Familie war weit angereist: Sie kamen aus Sydney im fernen Australien und besuchten die Eltern in Neugablonz. Für die Kinder im Alter von vier und zwei Jahren ein total neues Erlebnis: Sie sahen zum ersten Mal in ihrem Leben Schnee und waren begeistert. Bei einem Glas Glühwein mit anderen Besuchern stellte sich heraus, dass bei diesen eine gleiche familiäre Verbindung nach Sydney existierte. Randalierer und Absage Kurz nach Fertigstellung des Aufbaus am Donnerstagabend hatten Randalierer zugeschlagen und waren in einige Hütten eingebrochen. Georg Kollmeder von der IN reagierte fassungslos auf die massiven Beschädigungen der Hütten. Auch am Samstag hatte es wieder Diebstähle gegeben. Besonders betroffen machte ihn allerdings die Tatsache, dass der Verein der Russlanddeutschen kurzfristig seine Programmzusage für den Sonntag sowie den geplanten Betrieb einer Hütte abgesagt hatte. Über die Gründe wollte er sich nicht an Spekulationen beteiligen. Er sehe aber eine über Jahrzehnte währende und mühevolle Integrationsarbeit gefährdet, was ihn sehr traurig mache.

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