Projekt „Vorbild Jugend“

Von wegen "Null Bock"

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Schüler und Schülerinnen mit einigen Vertreterinnen der Einrichtungen sowie Bürgermeister Ernst Holy (5. v. li.), Projektleiterin Franziska Müller (rechts), Referatsleiter für Jugend und Familie Alfred Riermeier (2. v. li.) und Angelika Lausser (links), Leiterin der FreiwilligenAgentur.

Kaufbeuren – Zu Beginn des Schuljahres 2014/2015 hat die FreiwilligenAgentur Knotenpunkt Kaufbeuren das Projekt „Vorbild Jugend“ ins Leben gerufen, bei dem Jugendliche an dem Freiwilligen Sozialen Schuljahr nach dem Neustädter Modell teilnehmen können.

Ziel des Projekts ist es, Jugendlichen die Möglichkeit zu bieten, sich im sozialen Bereich zu engagieren. Dadurch können sie Erfahrungen für ihr späteres Leben sammeln und gleichzeitig die Einrichtungen vor Ort unterstützen. Zudem soll den jungen Menschen dadurch die Freude am Ehrenamt näher gebracht werden und die Bereitschaft erhöhen, auch im Erwachsenenalter soziale Unterstützung zu leisten. 

„Wir sind stolz, dass sich im Rahmen dieses Projekts auch 13 Schülerinnen des Jakob-Brucker-Gymnasiums dazu entschlossen haben, innerhalb eines Schuljahres mindestens 30 Stunden in einer sozialen Einrichtung ihrer Wahl zu absolvieren“, freut sich Martina Stegmiller, zuständige Lehrerin vom Jakob-Brucker-Gymnasium. 

Von der Sophie-La-Roche-Realschule haben sich 14 Schüler und Schülerinnen im FSSJ engagiert. „Bei der Beethoven-Mittelschule waren wir nicht ganz so erfolgreich, konnten aber doch ein Mädchen dafür begeistern“, berichtet Franziska Müller, die Projektleiterin des „FreiwilligenSozialen Schuljahres“. 

Die Jugendlichen haben während des vergangenen Schuljahres beispielsweise beim Asylkreis, im Stadtmuseum oder im Klinikum mitgeholfen. Weitere Einrichtungen waren verschiedene Kindergärten in und um Kaufbeuren, die Wasserwacht, die Feuerwehr, Kolping und das Pflegeheim „Hospitalstiftung zum Heiligen Geist“. 

Nebenbei entstand noch ein besonderes Angebot unter dem Titel „neue Technik für alte Pioniere“. Hier bieten drei Schüler ihre Unterstützung bei Problemen mit der „neuen Technik“, wie Handy, Smartphone und Computer an, ebenso helfen sie beim Einstellen von Fernsehprogammen und beraten beim Kauf von neuen Geräten. 

Auf die Frage nach einem Beispiel des „Einsatzes“ erzählte ein Jugendlicher: „Ich habe einer Dame, die nicht mit dem CD-Player zurecht kam, dann einfach gezeigt, wie man die CD im Player abspielt und wie man die Songs überspringen kann“. 

„Dass die Jugendlichen sich neben der Schule und anderen Hobbys Zeit nehmen, anderen Menschen zu helfen und dabei wertvolle Erfahrungen zu sammeln, verdient besonderes Lob”, so Angelika Lausser, Leiterin der FreuwilligenAgentur Knotenpunkt. „Sie zeigen, dass Engagement für andere Spaß machen kann.” 

„Wir hoffen, dass sich im kommenden Schuljahr wieder Freiwillige finden, die bei dem Projekt ,Vorbild Jugend’ – Freiwillig Soziales Schuljahr mitmachen“ wünschen sich Müller und Lausser. Bei einer Feier im Generationenhaus überreichte 3. Bürgermeister Ernst Holy die Zer- tifikate an die Jugendlichen und bedankte sich für das soziale Engagement.

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