Schutz für die Unke

Das Team vom Amt für Landwirtschaft und Forsten hat kürzlich mit der Kartierung des 333 Hektar großen Schutzgebietes Staffelwald begonnen. Die Gelbbauchunke hat in diesem Gebiet beispielsweise ihren Lebensraum und gilt als schützenswerte Art. Die Ergebnisse der Kartierung sollen dann gemeinsam mit Vorschlägen vom „Runden Tisch” als Grundlage für zukünftige Planungen dienen.

Knapp 40 Betroffene, größtenteils Grundstückseigentümer, folgten der Einladung des Amtes für Landwirtschaft und Forsten zu einer Informationsveranstaltung über die Kartierungsaktion nach Irsee. Im Fokus steht dabei das FFH-Gebiet „Staffelwald und Lehmgrube Hammerschmiede” mit insgesamt 333 Hektar. Die Abkürzung FFH bedeutet „Fauna-Flora-Habitat”. Das Gebiet gehört zu den „Natura 2000”-Flächen, die in ganz Europa zum Schutz von selten gewordenen Lebensräumen für gefährdete Pflanzen- und Tierarten eingerichtet werden. Grundlage dafür sind die Europäische Vogelschutzrichtlinie und die Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie der Europäischen Union. In Schwaben werden 134 FFH-Gebiete ausgewiesen, was etwa 13 Prozent der gesamten Fläche des Regierungsbezirks entspricht. Im FFH-Gebiet am Staffelwald wurde vor wenigen Tagen mit Beginn des Frühlings mit der Kartierungsmaßnahme gestartet. Im Ostallgäu gebe es besonders zwei Lebensraumtypen: die „Waldmeister-Buchenwälder” und die „Auenwälder mit Erle und Esche sowie einem Gewässer”. Als schützenswerte Art im Staffelwald gilt die Gelbbauchunke, die ihren Laich in Pfützen ablegt und selber über 20 Jahre alt werden kann. Wenn die Ergebnisse der Kartierung vorliegen, soll an einem „Runden Tisch” mit Politikern, Behördenvertretern und Grundstücks- eigentümern über Maßnahmen diskutiert werden, die dann voraussichtlich erst 2010 als Grundlage für weitere Planungen verwendet werden. Am Informationsabend wird schnell deutlich, dass die Waldbesitzer Einschränkungen befürchten, beispielsweise wenn es um Rückgassen geht. Grundsätzlich gebe es keine Beeinträchtigungen, erklärt Peter Geiger vom Amt für Landwirtschaft, aber es gelte das „Verschlechterungsverbot”, das besagt, der „Grundbesitzer darf nicht aktiv verschlechtern”. Wer jedoch Erhaltungsmaßnahmen plane, könne unter Umständen sogar in den Genuss von Fördermitteln kommen.

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