Ortsverbindungsstraße Heiland-Bertoldshofen wird gesperrt

Probeweise Straßensperrung

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Eine Probesperrung der Strecke Heiland-Bertoldshofen soll Aufschluss darüber geben, ob durch diese Maßnahme der Verkehr erfolgreich über die dafür vorgesehenen Bundesstraßen B16 und B472 geleitet werden könnte.

Marktoberdorf – Am vergangenen Montag beschäftigte den Stadtrat die Ortsverbindungsstraße Heiland-Bertoldshofen. Diese erfreut sich unter einheimischen „Abkürzern“ und Dank der Navigationsfunktion „kürzeste Route“ in den Navigationsgeräten seit einigen Jahren auch unter auswertigen Ausflüglern zunehmender Beliebtheit – obwohl die Straße eigentlich lediglich für den Ortsverkehr gedacht ist.

Seit einigen Jahren sei laut Bürgermeister Dr. Wolfgang Hell eine zunehmende Nutzung der Ortsverbindungsstraße Rieder-Bertoldshofen zu beobachten, die zuvor überwiegend von „landwirtschaftlichem Verkehr“ und – entsprechend ihrer eigentlich zugedachten Nutzung – zum Erreichen der Marktoberdorfer Ortsteile Rieder, Heiland und Bertoldshofen befahren worden war. „In letzter Zeit“ erfreue sich die Straße jedoch als Abkürzung bei Einheimischen und Ausflüglern in Richtung Füssen und Tirol „zunehmender Beliebtheit“. 

Die Auswertung des Geschwindigkeitsmessungsschildes, das im Juli 2014 an der betroffenen Strecke installiert wurde und 89 Tage lang sowohl die Geschwindigkeiten als auch die Anzahl der Fahrzeuge, die die Straße passierten, gemessen hatte, bestätigte diese Vermutung. Mit täglich circa 770 Fahrzeugen pro Richtung ergebe sich eine für eine Strecke dieser Art relativ hohe Nutzungsfrequenz. 

Aus diesem Grund hatte die CSU einen Antrag auf probeweise Sperrung der Strecke Heiland-Bertoldshofen gestellt. Als Ursachen der „Fehlleitung“ von Fahrzeugen, die in den vergangenen Jahren zunehmend zu beobachten war und die eigentlich die Bundesstraßen B16 und B472 nutzen sollen, nennt die CSU in ihrem Antrag neben Navigationsgeräten, „die Ortsfremden den Weg weisen“, auch die Einsparung von Fahrzeit bei Ortskundigen. 

Einer langwierigen Diskussion unter den Stadträten folgte eine mit elf zu neun Stimmen nicht ganz eindeutige Entscheidung für eine probeweise sechsmonatige Komplettsperrung. Diese soll klären, ob der Verkehr dann möglicherweise über Burk ausweichen wird. Denn eine Verlagerung des Problems in einen anderen Ortsteil wolle man auf jeden Fall vermeiden. Zuvor soll jedoch eine sechsmonatige Zählung auf der Strecke Heiland-Bertoldshofen erfolgen, um ein eventuelles Ausweichen des Verkehrs auf diese alternative Strecke gesichert überprüfen zu können. Erst nach Abschluss der beschlossenen Maßnahme und Auswertung aller Ergebnisse soll dann über eine mögliche dauerhafte Sperrung entschieden werden. von Sabrina Hartmann

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