Sicherheit ist entscheidend

Auf Einladung der VR Bank Kaufbeuren-Ostallgäu eG mit den Vorständen Dr. Hermann Starnecker (links) und Christoph Huber (rechts) kam der ehemalige Bundesarbeitsminister Walter Riester (Mitte) in seine Heimatstadt, um Bankmitarbeiter und -kunden über die nach ihm benannte “Riester-Rente” zu informieren. Foto: Simm

Walter Riester, Bundesarbeitsminister von 1998 bis 2002, ist vergangene Woche in seine Heimat Kaufbeuren gereist, um die Mitarbeiter der VR Bank Kaufbeuren-Ostallgäu über die von ihm konzipierte „Riester-Rente” zu schulen. Am Abend warb der 67-jährige im Stadtsaal vor einem großen Publikum für das Modell zur Altersvorsorge.

Der gebürtige Kaufbeurer mit aktuellem Hauptwohnsitz in Berlin nahm sehr gerne den Auftrag der VR Bank Kaufbeuren-Ostallgäu eG an, um den Termin mit einem Besuch in seiner Heimat und bei der Familie zu verbinden. In der Wertachstadt absolvierte Riester einst seine Ausbildung zum Fliesenleger. Über Stationen im Deutschen Gewerkschaftsbund und der IG Metall sowie aufgrund seiner seit 1966 bestehenden Mitgliedschaft bei der SPD kam Riester 1998 in das Amt des Bundesarbeitsministers. Der damalige Bundeskanzler Gerhard Schröder rief Riester an, um ihm das Angebot zu unterbreiten, plaudert Riester zu seinem Publikum im Stadtsaal. Von Anfang an habe er dabei sein Hauptanliegen, einer „ergänzenden Vorsorge im Alter”, zur Sprache gebracht. Noch heute steht der Politiker voll und ganz hinter „seinem Kind”, der „Riester-Rente”. Voller Inbrunst verteidigt er das von ihm entwickelte Modell gegen jeden Zweifel. Tagsüber informierte er die Mitarbeiter der VR Bank Kaufbeuren-Ostallgäu eG in Schulungen ausgiebig über die Vorzüge der „Riester-Rente”. Knapp 400 Bankkunden nahmen am Abend das Angebot wahr, im Stadtsaal Walter Riester live zu erleben. Innerhalb von rund 90 Minuten machte Riester deutlich, warum nach seiner Meinung die ergänzende Altersvorsorge so erfolgreich sei. Nach seiner Amtszeit als Minister war er noch von 2002 bis 2009 für die SPD Mitglied des Bundestags. Als Referent und Mitglied verschiedener Aufsichtsräte von Unternehmen ist sein Terminkalender noch heute immer gut gefüllt. Schon bei der Entwicklung der so genannten „Riester-Rente” sei für ihn und Schröder damals klar gewesen, dass diese „ergänzende Altersvorsorge” mehrere Punkte erfüllen müsse, um von der Bevölkerung akzeptiert zu werden. „Es muss das sicherste Sparen überhaupt sein”, erläuterte Riester, „die Zinsen und die staatlichen Zuschüsse müssen vom Renteneintritt bis zum Tod gewährleistet sein”. Zudem müsse die Sparform attraktiv sein und „jeder solle mitmachen können”. Während Großverdiener gerade die Steuereinsparung an der „Riester-Rente” interessiert, profitieren Geringverdiener und Großfamilien insbesondere von den staatlichen Zulagen. Der Antragsteller und seine Ehepartnerin erhalten eine jährliche Zulage von jeweils 154 Euro, für jedes Kind kommen weitere 185 Euro hinzu. Gemäß einer Neuregelung werden für ab 2008 geborene Kinder sogar jeweils 300 Euro gewährt. Der geringste Mindestsparbeitrag seitens des Kunden liegt bei lediglich 60 Euro jährlich, so Riester. „Der Vertrag wird nie zur Belastung werden”, beruhigt der ehemalige Bundesarbeitsminister Kritiker, „wenn der Vertrag nicht mehr bedient wird, ruht er und wird weiterhin verzinst”. Bislang wurden bundesweit rund 14 Millionen Verträge abgeschlossen; davon 30 Prozent von Vertragsnehmern mit weniger als 10000 Euro Jahreseinkommen. Einzige Voraussetzung: „Nur wer in die Rentenversicherung einzahlt, kann riestern”, ergänzt Walter Riester. ess

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