Planungswettbewerb für Baugebiet am "Kaiserweiher" abgeschlossen

Wohnen, das zu den Menschen passt

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Noch sieht man am Kaiserweiher nur ferne Bebauung, bald wird hier jedoch ein modernes Wohngebiet entstehen.

Kaufbeuren – Bauplätze sind in einer kreisfreien Stadt wie Kaufbeuren Mangelware. Um so größer war der Enthusiasmus aller Beteiligten, als kürzlich im Rathaus die Ergebnisse des Realisierungswettbewerbs für das neue Baugebiet „am Kaiserweiher“ bekannt gegeben wurden.

„Es war sehr interessant und man hat gemerkt, auf was man bei einer solch wichtigen Entscheidung alles achten muss“, so Gerhard Bucher (CSU) zu seiner ersten Teilnahme an einer Jury zu einem Realisierungswettbewerb. Und es geht schließlich nicht um eine Kleinigkeit: Nahe dem Krankenhaus Kaufbeuren soll auf dem Gelände des „alten Gutshofs am Kaiserweiher“ ein neues Baugebiet mit 165 Gebäuden enstehen. Die Stadt hat die Flächen vom Bezirk erworben. Nun ist man mit der Entscheidung für den Entwurf des Büros „Stadtmüller.Burkhardt.Graf“ wieder einen Schritt weiter. Nur der Stadtrat muss den Auftrag noch absegnen. Dabei war die Qualität der Einreichungen laut Baureferatsleiter Ralf Baur „sehr gut“, es sei durchaus nicht von Anfang an klar gewesen, welches Architekturbüro das Rennen machen würde. Acht Arbeiten schafften es in die engere Auswahl, darunter auch ein Büro aus Berlin. Aber am Ende konnte sich unter den 33 Entwürfen mit „Stadtmüller.Burkhardt. Graf“ der „Lokalmatador“ durchsetzen. „Bei derart komplexen Projekten, die für eine lange Zeit angelegt sind, ist ein Wettbewerb absolut sinnvoll“, so Bucher. Auch Stadträtin Ulrike Seifert (Grüne) war zum ersten Mal in einer derartigen Jury. Sie hat ganz genaue Vorstellungen davon, was die neuen Häuser ihren Bewohnern bieten sollen: „Sie sollen so flexibel sein wie die Menschen. Nicht nur Einfamilienhäuser mit zwei Kinderzimmern, sondern auch Raum für Alleinerziehende, Singles oder Großfamilien“. Die 165 Gebäude werden etwa 200 Wohneinheiten bieten. Christian Stadtmüller erklärte, man habe sich teilweise das bereits bestehende Wohngebiet am Kesselberg zum Vorbild genommen. Die Grundstücke sind klar strukturiert, in der Mitte soll eine Freifläche entstehen. „Die Leute sollen sich nach dem Einzug freuen, dass sie hierher gekommen sind“, so Stadtmüller. Aber nicht nur die neuen Bauflächen sollen in den Fokus gerückt werden, so Ober- bürgermeister Stefan Bosse: Trotz den neuen Bauflächen solle die Lebensqualität auch und vor allem im Innenstadtbereich verbessert werden. Die Arbeiten des Wettbewerbs sind in den kommenden Wochen noch im Foyer des Rathaus-Neubau im 2. Stock zu sehen. von Michaela Frisch

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