Bis 16. Mai anmelden zu "ACHTung Neuland"

Hoffnung in bewegten Bildern

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Gemeinsam mit Jürgen Konrad vom Arbeitskreis Asyl Kaufbeuren möchte das filmzeit-Team auch junge Einheimische und Asylbewerber für das Filmprojekt gewinnen. Die Teilnehmer des Deutsch-Unterrichts in Neugablonz (Foto) stammen aus Eritrea, Äthiopien und Pakistan. Sie haben über Jürgen Konrad von dem Filmprojekt erzählt und waren laut Konrad begeistert von der Idee.

Kaufbeuren – Vom 7. bis 11. Oktober geht die filmzeit kaufbeuren in die achte Runde, und passend zur diesjährigen Fortsetzung des erfolgreichen Kaufbeurer Autorenfestivals lautet das Motto „ACHTung!“.

Ein Thema, das Raum für vielfältige Interpretation lässt, vom Yoga-Hype bis zu Geschichten über Zivilcourage, Respekt und Achtsamkeit. Aus aktuellem Anlass hat sich das filmzeit-Team dazu einige Fragen gestellt: Wie erleben junge Asylbewerber in unserer Stadt ihre neue Umgebung? Und wie sieht es aus mit der Willkommenskultur in unserer Region? 

Im Rahmen eines Sonderprojektes geht die filmzeit kaufbeuren e. V. dem nach und bietet gemeinsam mit den Filmemachern Tine Kugler und Gerald Maas einen Film-Workshop für Jugendliche ab 16 Jahren an. Gefördert wird dieser vom Bundesprogramm „Demokratie leben“. Der Workshop startet am Samstag, den 23. Mai und endet mit der Filmpremiere im Corona Kinoplex am 6. Oktober. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt. 

„Junge Film-Enthusiasten bekommen so die Möglichkeit, in das Metier hineinzuschnuppern und sich wertvolle Tipps bei den Profis zu holen. Den Aufhänger dafür bietet ein akutes, gesellschaftspolitisches Thema“, so Birgit Kern-Harasymiw vom filmzeit-Team. Wie wichtig jungen Filmemachern die Integrationsdebatte ist, war bereits in den vergangenen filmzeit-Festivals zu sehen, Beispiele sind unter anderem die preisgekrönten Filme „Memo“ von Banu Kepenek und „One Shot“ (filmzeit 2013) von Dietrich Brüggemann. 

Heuer können sich junge Menschen diesem Thema filmisch im Rahmen eines Sonderworkshops nähern „und damit einen Beitrag für ein besseres Demokratieverständnis liefern“, so Kern-Harasymiw. Im Fokus steht dabei die Lebenssituation junger Asylbewerber in Kaufbeuren. Was ist ihre Geschichte – und vor allem, wie erleben diese ihre neue Umgebung, was sind ihre Träume und Wünsche für die Zukunft? 

Gemeinsam mit Jürgen Konrad vom Arbeitskreis Asyl Kaufbeuren werden Kontakte zu möglichen Interviewpartnern hergestellt und nicht zuletzt auch interessierte junge Flüchtlinge zur Mitarbeit an diesem Projekt aufgefordert. 

"Filmemachen wie die Profis" 

Nie war Filmemachen für interessierte Laien so einfach, selbst die Kameras in Handys liefern eine gute Qualität, und einfach zu handhabende Schnittprogramme lassen sich im Internet herunterladen. Dennoch gibt es viel zu beachten, um Botschaften filmisch vermitteln zu können und Zuschauer in den Bann zu ziehen. 

Die Kaufbeurer Filmemacherin Tine Kugler wird den Workshop-Teilnehmern Grundlagen zu Filmrecht, Persönlichkeitsrechten, zur Filmgestaltung und zur Interviewtechnik vermitteln. Was gibt es bei der Recherche zu beachten? Wie wird ein Filmplot dramaturgisch aufgebaut? Dazu gibt Gerald Maas unter anderem Auskunft und liefert Anhaltspunkte zu den Möglichkeiten bei der Schnitttechnik. 

"ACHTung Neuland" startet am 23. Mai 

Das Projekt startet am 23. Mai in den Räumen des Bayerischen Roten Kreuzes (BRK) in der Porschestraße 31 um 10 Uhr. Bis um 17 Uhr werden Tine Kugler und Gerald Maas den Teilnehmern die Grundlagen für einen gut gestalteten Film vermitteln. 

Die Anzahl der jugendlichen Teilnehmer ab 16 Jahre ist auf 20 Personen beschränkt und es bleibt ihnen überlassen, ob sie sich in kleineren Gruppen zusammentun oder lieber Einzelprojekte realisieren möchten. Als Arbeitsmaterial müssen allerdings eigene Handys, Smartphones, Tablets oder Kameras mit Videofunktion mitgebracht werden. Nach Absprache mit den Teilnehmern wird ein zweites Treffen Ende Juni organisiert. Bis dahin sollen Inhalt und Konzept stehen. Im Anschluss ist bis Ende Juli Zeit für den Rohschnitt. 

Abgabetermin für die fertig gestellten Filme ist der 30. August, die dann im Vorfeld der filmzeit 2015 am 6. Oktober im Corona Kinoplex uraufgeführt werden. Ein Beitrag des Sonderprojekts erhält eine Sonderbelobigung und wird gemeinsam mit Wettbewerbsbeiträgen professioneller Filmemacher erneut gezeigt. 

Wer sich für eine Teilnahme am Workshop interessiert, wird gebeten, sich per E-Mail bei Kern Communications, dem Festivalbüro der filmzeit kaufbeuren, zu bewerben. Kontaktperson ist Christine Grigat, grigat@kern-com.com. Die Bewerber sollen sich in wenigen Sätzen vorstellen und erklären, warum sie sich zum Workshop anmelden möchten. 

Einsendeschluss für die Bewerbung war ursprünglich der 8. Mai, wurde aber verlängert bist zum 16. Mai. Infos zu den Referenten sowie zum Kaufbeurer Autorenfestival filmzeit gibt es auch auf der offiziellen Homepage www.filmzeitkaufbeuren.de.

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