Zentraler Einzelhandel

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Platt gemacht: Von dem ehemaligen „Holzland Sturm“ ist fast nur noch Schutt übrig geblieben. Hier entsteht bis Anfang 2018 das „Forettle-Center“.

Kaufbeuren – Der symbolische Spatenstich für das „Forettle-Center“ ist am Mittwoch über die Bühne gegangen. Am Donnerstag sind dann noch die letzten nötigen Unterlagen im Rathaus eingetroffen. Somit kann nun innerhalb von 13 bis 14 Monaten auf dem Gelände des ehemaligen „Holzland Sturm“ mit rund 22.470 Quadratmetern Fläche ein Fachmarktzentrum (FMZ) entstehen. Für Anfang 2018 ist die Eröffnung geplant.

„Es geht voran“, sagte Bürgermeister Gerhard Bucher, der als Befürworter des FMZ den Baubeginn positiv sieht. Ihm sei vor Jahren klar gewesen, dass auf der einstigen „Brachfläche etwas geschehen“ müsse. Er wolle nicht verhehlen, dass noch einige Unterlagen gefehlt hätten, die aber diese Woche noch im Rathaus eingegangen seien. Er weiß, dass die Bürger ein Auge aufs Forettle bezüglich der Mieter haben: „Sollte es größere Änderungen geben, muss das in den Stadtrat“. Bucher ist sich sicher, dass sich das FMZ positiv auf die Einkaufsmöglichkeiten in der Altstadt auswirkt. Da sich dort kaum Lebensmittelläden befinden, könne man für seine Einkäufe den künftigen Mieter Rewe im Forettle-Center besuchen und dies mit einem Bummel durch die Altstadt verbinden. Der Vorteil des FMZ liege darin, dass es dort zukünftig 260 Parkplätze geben werde. Diese stünden dann laut Bucher auch außerhalb der Geschäftszeiten zu Verfügung.

Auch Heiko Schröppel, Geschäftsführer von Ten Brinke Bayern (TBB), wünscht sich, dass die Altstadt von dem Standort des FMZ profitiere. Werbemaßnahmen und Kooperationen könnten dies gegebenenfalls unterstützen, sagte Schröppel. So könnte für die Kunden ein Gesamteinkaufserlebnis entstehen.

Neben Jörg Malek vom Ankermieter Rewe war auch Horst Fath von der Drogeriekette dm als weiterem Ankermieter beim Spatenstich anwesend. Über weitere Mieter, die ins „Forettle-Center“ ziehen, wollte Projektleiterin Miriam Seeberger von der Projektentwicklungs-GmbH Ten Brinke nichts preisgeben. Buchers Aussage zufolge werde das Interesse für Mieter noch steigen, sobald das Gelände abgerissen sei. Wie im Bebauungsplan vorgesehen, finden in dem neuen Center vor allem „großflächige“ Geschäfte Platz, „die in der unmittelbar benachbarten Innenstadt aufgrund der kleinteiligen Flächenstruktur keine Anmietungsmöglichkeit finden können“, heißt es von TBB.

Die Erdarbeiten und Rohbaumaßnahmen übernimmt die Firma Dobler. Bis Mitte November soll alles auf dem Areal abgebrochen sein, sagte Bauleiter Johan Gerrit­sen von Ten Brinke. Im Januar 2017 wird mit den Fundamenten und parallel dazu mit den Hochbauarbeiten begonnen, so dass Ende April nächsten Jahres der Rohbau stehen soll. Anschließend folgt der Innenausbau und im Januar 2018 im besten Fall die Eröffnung des „Forettle-Centers“ mit einem „Branchenmix“, so Schröppel. Das Projekt umfasst eine Gesamtinvestition von circa 30 Millionen Euro.

von Martina Staudinger

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