SpVgg Kaufbeuren: Der Weg aus der Krise

"Er hat aus persönlichen Gründen seine Position als Trainer zur Verfügung gestellt“, so Hüseyin Buru. Der Junioren-Abteilungsleiter zeigt sich nach dem Rücktritt von A-Juniorencoach Rrust Miroci sichtlich enttäuscht. „Er komme nicht mehr an die Mannschaft ran“, war seine Aussage gegenüber Buru. „Der ganze Verein bedauert diese Entscheidung“, habe man doch trotz der Niederlagenserie immer stets gut zusammengearbeitet und harmoniert. Einen Nachfolger für Rrust Miroci gibt es bereits. Fred Jentzsch leitet ab sofort die Geschicke im A-Juniorenteam, Bertram Zech ist ab sofort für das U23-Team verantwortlich. Der KREISBOTE sprach mit beiden Trainern.

Nach dem Rücktritt von Rrust Miroci, ist das nun die beste Lösung für den Verein? Zech: "Der Verein wollte eine Interne Lösung und ich denke auch das ist das Beste. Wir müssen jetzt schauen, aus den beiden Mannschaften für die Spieltage das best möglichste rauszuholen. Der Kader im Herrenbereich wird von Woche zu Woche dünner. Hier gilt es natürlich im Sinne des Vereins zu arbeiten und seine persönlichen Trainerziele hinten an zu stellen und irgendwie mit beiden Mannschaften bis zur Winterpause zu Punkten. Hier denke, Fred und ich sind auf einer Welle." Jentzsch: "Nach dem plötzlichen Rücktritt von Rust Miroci war es im Sinne des Vereins eine interne Lösung zu finden! Nach einigen Gesprächen mit Thomas Neumann und Hüseyin Buru und der Zusage von Bertram Zech die U23 im der laufenden Saison zu übernehmen, war ich bereit die U19 als verantwortlicher Trainer zu leiten. Mir war es auch sehr wichtig mit unseren Cheftrainer Günter Bayer über diesen Wechsel meiner Aufgabe bei der Spielvereinigung zu sprechen! Ich bin der Meinung, dass wir als Trainergespann sehr gut harmoniert und uns mit unserer Arbeit auf einander immer haben verlassen können! Wir haben vereinbart, dass wir auch weiterhin eng zusammen arbeiten werden." Die A-Junioren stehen nach vier Niederlagen etwas mit dem Rücken zur Wand. Wie viel Potential steckt denn im U19-Team? Jentzsch: "Sicherlich ist die U19 mit sehr großen Zielen in die Saison gestartet und bleibt diesen hohen Erwartungen etwas hinterher! Ich bin der Meinung, dass die neuformierte Mannschaft, die über ein großes Potential verfügt, sich in einem gewissen Findungsprozess befindet! Es sind sicherlich nur Kleinigkeiten die am Erfolg fehlen! Vielleicht gelingt es uns ja schon am Wochenende mit einen Sieg in die Erfolgspur zurück zu kehren! Die ersten Trainingseindrücke stimmen mich als Trainer recht zuversichtlich."   Als Assistenztrainer kennen Sie ja die komplette Mannschaft. Wie hoch ist Ihr Anspruch das Team genauso zu führen wie es vorher gemacht wurde.   Jentzsch: Hier gibt es keine Ansprüche! Wir sind einfach froh, wenn es uns gelingt zum Spieltag eine vernünftige U23Truppe zu stellen. Nachdem uns jedes Wochenende neue Hiobsbotschaften erreichen, hoffen wir mit jedem Nackenschlag, dass die noch verbleibenden Spieler sich noch mehr reinhauen. Nur so können wir diese Seuche überhaupt überstehen. Rrust Miroci hat eine tolle Arbeit geleistet. Was ist Ihr primäres Ziel mit der Mannschaft? Jentzsch: "Es steht außer Frage: Rrust Miroci hat eine sehr gute Arbeit bei der U19 abgeliefert. Ich habe ja mit ihm auch sehr eng zusammen gearbeitet und habe gespürt, dass er für den Erfolg alles gegeben hat. Ich sage bewusst alles! Danke Rrust für die gute Zusammenarbeit. Jetzt gilt es allerdings nach vorne zuschauen und hochkonzentriert mit der Mannschaft zu arbeiten. Das Team steht natürlich auch in der Pflicht endlich wieder auf die Siegerstraße zu kommen. Hierbei brauche ich natürlich alle Spieler mit hundertprozentiger Einstellung zum Fußball." Wird es weiterhin eine enge Zusammenarbeit zwischen U19 und U23 geben?   Zech: "Natürlich, das ist ja der Grundgedanke unseres Handelns und des Vereins." Jentzsch: Auf jeden Fall werde ich weiterhin mit der U23 eng zusammenarbeiten. Es liegt mir sehr am Herzen, meine ehemalige Mannschaft erfolgreich Fußballspielen zu sehen. Vielleicht werden wir auch die eine oder andere Trainingseinheit gemeinsam absolvieren, um die Spieler schon an das Tempo im Seniorenbereich zu gewöhnen. Personelle Probleme sorgen für keinen optimalen Spiel- und Trainingsverlauf. Glauben Sie, dass es am Wochenende wieder Licht am Ende des Tunnels gibt?   Zech: "Die Hoffnung muss immer bestehen, sonst hätte ich dieses momentan vakante Amt nicht angetreten. Sicher ist es zurzeit nicht die Erfüllung eines Trainers die jetzige Trainingssituation mit zu erleben, da man ja eigentlich selbst ein Training mit seiner Mannschaft abhalten möchte. Aber aus den bekannten Gründen wie z.B. Verletzungen, Studium, Bundeswehr und Erkrankungen ist dies nicht möglich und so werden natürlich selbstverständlich die Trainingseinheiten von unserem Cheftrainer Günter Bayer abgehalten, um wenigstens den Ablauf unserer 1. Mannschaft gerecht zu werden. Hier ist es natürlich schon hilfreich, dass wir auf einer gleichen Fußballphilosophie ticken. Trotzdem kann sich natürlich eine U 23 derzeit keine Automatismen aneignen, da sie ja Woche für Woche neu formiert wird. Genau hier sehe ich den Reiz sich immer wieder auf eine neue Aufstellung, Taktik und System einzustellen: Das wird uns zusammen gelingen."

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