Sterben wird teurer

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Um und 16 Prozent steigen in Buchloe die Friedhofsgebühren. Die neue Friedhofsordnung trägt auch der geänderten Bestattungskultur Rechnung.

Buchloe – Sterben wird teurer. Buchloes Stadtrat hat in seiner jüngsten Sitzung beschlossen, die Friedhofs- und Bestattungsgebühren ab dem 1. September heraufzusetzen.

Die Satzung, die aus dem Jahr 1997 stammt, war mehrmals angepasst worden, zuletzt im Jahre 2006. Sie entspricht aber heute oft nicht mehr den tatsächlichen Gegebenheiten, da sich die Bestattungskultur gewandelt hat. So werden in Buchloe keine Reihengräber mehr vergeben. Der Bayerische Gemeindetag hat im Jahr 2013 ein neues Satzungsmuster veröffentlicht, das in vielen Bereichen anderslautende Bestimmungen enthält.

Die nun beschlossene Satzung regelt bis ins Detail Öffnungszeiten, Verhalten auf dem Friedhof, die Art der Grabstätten, die Größe von Gräbern und auch den Zugang von privaten Dienstleistern im Bestattungsbereich. Wichtigster Punkt ist aber die neue Friedhofsgebührensatzung. Hier sind die Gebühren im Schnitt um 16 Prozent gestiegen.

Die Grabgebühren werden einmalig für die gesamte Nutzungsdauer erhoben (siehe unten). Bei Familiengräbern beträgt die Nutzungsdauer 20 Jahre, bei Kindergräbern zehn Jahre. Bei Urnengräbern sind 15 Jahre angesetzt. Lediglich bei den so genannten anonymen Urnengräbern gibt es keine Nutzungsdauer.

Dazu kommen die Bestattungsgebühren. Diese belaufen sich für die Leichenhausbenutzung und Dienstleistung bei Erd- und Urnenbestattung auf 120 Euro. Weitere 90 Euro fallen an für die Beerdigung eines Sarges im Erdgrab bei Personen über sechs Jahren, bei Personen unter sechs Jahren mit 60 Euro. Die Beisetzungskosten einer Urne im Erdgrab kostet 75 Euro, die Beisetzung in der Urnenwand 60 Euro.

Für die Grabherstellung berechnet die Stadt bei Erdgräbern mit normaler Tiefe von mindestens 1,60 Meter 450 Euro. Bei noch tieferen Gräbern von mindestens 2,30 Meter werden 510 Euro fällig, bei Kindergräbern 250 Euro. Die Grabherstellung für ein Urnengrab liegt bei 95 Euro. Auch den Kompressoreinsatz stellt die Stadt mit 50 Euro je angefangene Stunde in Rechnung. Last but not least wird eine Allgemeine Verwaltungsgebühr in Höhe von 50 Euro berechnet.

Bei Überführungen wird eine Verwaltungsgebühr von 25 Euro in Rechnung gestellt. Für das Ausstellen, Umschreiben und Verlängern einer Graburkunde sind 15 Euro fällig. Dazu kommen noch die Gebühren für die Genehmigung zur Errichtung oder Änderung eines Grabmales oder einer Grababdeckung. Diese belaufen sich für ein Familiengrab je Grabnummer auf 30 Euro und für Kinder- und Urnengräber auf 20 Euro.

Aktuelle Grabgebühren:

Familiengräber

Einfaches Familiengrab (1 Grabnummer) 830 Euro

Zweifaches Familiengrab (2 Grabnummern) 1660 Euro

Dreifaches Familiengrab (3 Grabnummern) 2490 Euro

Vierfaches Familiengrab (4 Grabnummern) 3320 Euro

Fünffaches Familiengrab (5 Grabnummern) 4150 Euro

Kindergräber

Einfache Kindergrabstätte 200 Euro

Urnengräber

Urnengrabstätte 300 Euro

Urnenfach in der Urnenwand 600 Euro

Grabplatz im Urnensammelgrab 300 Euro

von Siegfried Spörer

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