Mehr Zuschüsse

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Buchloe wird in diesem Jahr mehr Geld für Kultur und Sportförderung ausgeben. Im Kulturbereich ist es vor allem die Stadtkapelle, die von der Erhöhung profitiert. Unser Foto zeigt einen Einsatz der Stadtkapelle bei der Segnung zweier Feuerwehrfahrzeuge im vergangenen Jahr.

Buchloe – Für Kultur und Musik soll es künftig mehr Geld geben. Das beschloss der Stadtrat in seiner jüngsten Sitzung. Die Kulturfördermittel waren 1994 um 20 Prozent und 1995 nochmals 20 Prozent abgesenkt worden. Ursache damals war die angespannte Haushaltslage. Zwar wurden die Zuschüsse im Jahr 1996 wieder auf den Stand 1994 angehoben, doch weitere Veränderungen gab es seit 20 Jahren nicht mehr.

Das war der Grund für die Verwaltung, die Zuschüsse aus dem Kulturfond aufgrund der allgemeinen Preisentwicklung wieder auf den Stand von 1993 anzuheben. Insgesamt beträgt der Kulturetat 17.660 Euro. 

Größter Empfänger ist und bleibt die Stadtkapelle. Neben dem Jahreszuschuss in Höhe von 1540 Euro zahlt die Stadt dem Verein 7190 Euro für Nachwuchsausbildung und Dirigententätigkeit. Die Lindenberger Musikkapelle „Frohsinn“ wird insgesamt mit 3590 Euro bezuschusst, ebenfalls mit dem gleichen Betrag die Musikkapelle Honsolgen. Auch der Bundesbahnmännerchor erhält einen Zuschuss von 520 Euro, die Kolpingfamilie 1030 Euro und der Heimatverein steht mit 200 Euro auf der Förderliste. 

Ferner lag dem Stadtrat ein Antrag des Vereins „Kultur in Buchloe e.V.“ vor. Der Stadtrat beschloss, den Verein für seine Kulturarbeit 200 Euro jährlich zu gewähren, über dessen Verwendung ein Nachweis zu führen ist. 

Auch bei der Sportförderung wird es in diesem Jahr eine Anpassung an die allgemeine Preisentwicklung geben, nachdem sie zehn Jahre lang unverändert geblieben war. Die Förderung setzte sich bisher zusammen aus einer Grundförderung und der Jugendförderung. Bei Vereinen von 25 bis 39 Mitgliedern betrug der Zuschuss 100 Euro, bei Vereinen über 40 Mitglieder 200 Euro pro Jahr. Dazu zahlte die Stadt Buchloe für jeden Jugendlichen bis einschließlich zum 17. Lebensjahr sechs Euro pro Jahr an den jeweiligen Verein. Beträgt der Anteil der Jugendlichen und jungen Erwachsenen bis 26 Jahre weniger als 10 Prozent der Vereinsmitglieder, wird keine Förderung gewährt. 

In diesem Jahr wurde die Grundförderung bei Vereinen von 25 bis 29 Mitgliedern auf 125 Euro angehoben. Bei Vereinen über 40 Mitglieder beträgt der Zuschuss pro Jahr 250 Euro. Die Jugendförderung von sieben Euro pro Jugendlichen bleibt unverändert. Für das Stadtsäckel bedeutet die Erhöhung der Sportfördermittel einen Mehraufwand in Höhe von 2491 Euro. Insgesamt sind heuer 15.837 Euro im Haushalt eingeplant. 

Mehr Geld erhalten die Sportvereine auch für ihre Übungsleiter. Auch hier war der Satz zuletzt vor zehn Jahren angepasst worden. Anstelle von 140 Euro wird ab 2016 ein Satz von 160 Euro pro Jahr bezahlt. Auch in diesem Bereich muss die Stadt kräftig in die Tasche langen. Die Zuschüsse erhöhen sich von bisher 20.347 im vergangenen Jahr auf 23.254 Euro 2016.

von Siegfried Spörer

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