Buchloe setzt auf Granit

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Der Bahnhofsvorplatz zwischen dem Bahngebäude und dem Modehaus Stammel soll einmal die „gute Stube“ der Stadt werden. Auf dem Platz sind unter anderem Wasserspiele, Bänke und eine schöne Bepflanzung vorgesehen.

Buchloe – „Die gute Stube der Stadt“, gemeint ist der zukünftige Bahnhofsvorplatz, stand wieder einmal im Fokus der Stadträte. Die endgültige Entscheidung über den Ausbau war zwar bereits vor vier Wochen beschlossen worden. Offen war aber noch die Frage, welches Material für die Pflasterung verwendet werden soll.

Zur Auswahl standen Betonsteine und Granitpflaster. Das Gremium entschied sich bei fünf Gegenstimmen für das hochwertige und etwas teure Granitpflaster in sogenannter ungebundener Bauweise. Die Steine werden in einem Splittbett verlegt. Die Fugen sollen mit Sand ausgefüllt werden.

Schon im Vorfeld hatten sich Bürgermeister Josef Schweinberger und eine Reihe von Stadträten auf die Reise in die Nachbarschaft gegeben, um die Wirkung des Pflasters und die Erfahrungen anderen Kommunen zu erfahren. Unter anderem hatte man sich die Granitflächen in Kaufbeuren und in Schwabmünchen angesehen.

Der Unterschied liegt im Preis. Nach Abzug der Fördermittel müsste die Stadt für Betonstein 250.000 Euro auf den Tisch legen. Die teuerste Variante wäre fest verlegtes Granitpflaster mit 486.000 Euro. Granitpflaster in ungebundener Verlegung, wie es beschlossen wurde, kostet 378.000 Euro.

Mit der Entscheidung für die ungebundene Granitlösung waren aber nicht alle Stadträte einverstanden. Der parteilose Stadtrat Maximilian Hartleitner sprach sich für die billigeren Betonsteine aus. „Betonsteine können ansprechend sein“, betonte der parteilose Stadtrat und verwies auf die Betonsteine im Außenbereich des Gymnasiums.

CSU-Fraktionssprecher Herbert Barthelmes betonte, ihn habe das Granitpflaster in Kaufbeuren überzeugt, es müsse aber in enger Verlegungsweise verbaut werden. Sein Fraktionskollege Robert Pöschl fand, man müsse nicht so viel Geld in Steine investieren und sprach sich für die günstigeren Betonsteine aus. Auch die geplanten Wasserspiele solle man hinterfrage, sagte der CSU-Mann. „Kollege Pöschl hat mir aus dem Herzen gesprochen“, sagte die parteilose Monika Strohmayer. Der Platz in Schwab­münchen habe Erholungscharakter, was man vom Bahnhof in Buchloe nicht sagen könne, meinte Strohmayer.

Für Rudolf Grieb (UBI)spielt der Bahnhof eine zentrale Rolle als gute Stube. Deshalb sprach er sich für das Granitpflaster aus. Auch Franz Lang (parteilos) bekundete sein Pro zum Granitpflaster. „Granit ist langlebig“. Der Beton werde rau und sei dann nicht mehr schön, sagte Lang, der sich hauptberuflich mit Straßenunterhaltung beschäftigt.

Klar ist für alle Stadträte, dass der Auftrag für die Beschaffung des Pflasters an europäische Firmen gehen soll. Bürgermeister Josef Schweinberger regte an, über einen Namen für den zukünftigen Bahnhofsvorplatz nachzudenken.

Ein weiterer Punkt war, ob auf dem Bahnhofsvorplatz ein sogenannter Info-Point für 20.000 Euro aufgestellt werden soll. Nach kurzer Diskussion entschied man sich unter anderem wegen der Folgekosten dagegen.

von Siegfried Spörer

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