Tourismus zieht deutlich an

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Bei Ausblicken wie diesem bei Stötten am Auerberg ist es nicht verwunderlich, dass das Ostallgäu immer mehr Touristen anzieht.

Landkreis – Die neue Ausgabe „Statistik kommunal für Bayern 2015“ des Bayerischen Landesamts für Statistik ist erschienen. Darin werden fundierte Regionalprofile für alle kreisangehörigen Gemeinden, kreisfreien Städte, Landkreise und Regierungsbezirke sowie den gesamten Freistaat abgebildet – auch für den Landkreis Ostallgäu. 2300 ausgewählte statistische Eckdaten beschreiben die aktuelle Situation des Landkreises hinsichtlich Bevölkerung, Infrastruktur, Wirtschaft und Finanzen.

Die aufgeführte Statistik geht bis auf das Jahr 1840 zurück. Damals lebten im heutigen Gebiet des Landkreises Ostallgäu 47.366 Personen. 2014 waren es 135.894 und damit bis zu diesem Zeitpunkt die höchste Bevölkerungszahl, was eine Veränderung von knapp 190 Prozent ausmacht.

Im Durchschnitt waren die Ostallgäuer im Jahr 2014 43,6 Jahre alt. Den größten Anteil der Bevölkerung nach Altersstruktur machte die Gruppe der 55- bis unter 65-Jährigen mit 29.397 Personen aus, was 21,6 Prozent der Bewohner einschließt, darunter 14.714 weiblich. Die altersmäßig kleinste Gruppe im Landkreis bildeten 2014 die 15- bis unter 18-Jährigen (4859 Personen, 3,6 Prozent). In dieser Altersschicht waren 2406 weiblich.

2014 sind – wie auch in den Jahren zuvor – im Ostallgäu mehr Menschen gestorben (1342) als geboren wurden (1223). Dennoch verzeichnete das Landesamt für Statistik eine Bevölkerungszunahme um 1096, weil mehr Menschen ins Ostallgäu zogen (9235), als weggezogen (8020) sind. Zuletzt wurde 2010 eine Bevölkerungsabnahme registriert (-188).

Im Jahresdurchschnitt waren 2015 2063 Einwohner arbeitslos – seit 2010 (2545 Arbeitslose) der höchste Stand. Darunter waren im Jahr 2015 419 Langzeitarbeitslose und 485 55- bis unter 65-Jährige.

Der Wohnungsmarkt steigt in den letzten Jahren immer weiter an. 2011 gab es im Ostallgäu der Statistik zufolge 36.628 Wohngebäude, 2014 dann schon 37.202. Auffällig ist die steigende Zahl der Baugenehmigungen: im Jahr 2014 wurden mit einer Anzahl von 351 neuen Wohngebäuden und 625 Wohnungen in Wohn- und Nichtwohngebäuden im Vergleich zu 2013 mit 269 Wohngebäuden und 472 Wohnungen in Wohn- und Nichtwohngebäuden wesentlich mehr Baugenehmigungen erteilt. 202 neue Wohngebäude sind im Jahr 2014 fertiggestellt worden (2013: 143) und 179 Wohnungen (2013: 278).

Erheblicher Gästeanstieg

Im Vergleich zu den vorherigen Jahren konnte die Tourismusbranche im Ostallgäu einen deutlichen Zuwachs erzielen. Waren es 2010 noch 842.111 Gästeankünfte, so vermeldet die Statistik für 2015 nach kontinuierlicher Steigerung über die Jahre eine Zahl von knapp über 1,1 Millionen– das sind knapp 63.000 Gäste mehr als noch im Jahr zuvor.

Die Anzahl der Kindertageseinrichtungen im Landkreis ist seit 2010 von damaligen 83 auf 91 im vergangenen Jahr gestiegen, denn der Bedarf wächst. In diesen wurden 2015 4812 Kinder betreut, 2010 waren es noch 4518 betreute Kinder. Den Großteil machen nach wie vor die drei- bis sechsjährigen Kinder aus.

Alle Daten für das Ostallgäu finden sich im Internet unter www.statistik.bayern.de/statistikkommunal.

von Martina Staudinger

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